Internationale ökumenische Friedenskonvokation in Jamaika vorgestellt
Erzbischof Donald Reece von der römisch-katholischen Kirche, der Präsident der Karibischen Kirchenkonferenz.Die Internationale ökumenische Friedenskonvokation (IöFK) wurde am 15. März auf einer von den beiden Gastgebern der Konvokation – dem Kirchenrat von Jamaika und der Karibischen Kirchenkonferenz - organisierten Feier unter den Klängen eines eigens dafür komponierten Liedes und mit der Erklärung, dass Jamaika der richtige Ort für diese Friedensveranstaltung sei, offiziell angekündigt.
Die Feier, an der leitende Kirchenrepräsentanten/innen und Medienvertreter/innen aus Jamaika teilnahmen, sollte die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Konbvokation lenken, die vom 17. bis 25. Mai dieses Jahres auf dem Mona Campus der University of the West Indies in Kingston stattfinden wird.
Erzbischof Donald Reece von der römisch-katholischen Kirche, der Präsident der Karibischen Kirchenkonferenz, erklärte in einer kurzen Ansprache vor der Gruppe, dass „Jamaika genau der richtige Ort für diese Konvokation ist“.
„Der Kontext, in dem wir uns hier befinden, ermöglicht es uns, den Weg von der Gewalt zum Weg des Friedens zu analysieren“, sagte er im Blick auf die Geschichte der Gewalt, die Jamaika und die Region erlebt hat und die die Sünden der Sklaverei und der Schuldknechtschaft einschließt. „Wir sind nicht dazu berufen, in Krieg und Hass zu leben; unsere Berufung ist es vielmehr, in Einheit und Frieden zu leben“, erklärte er.
In seiner offiziellen Ansprache zur Ankündigung der IöFK gab Dr. Mathews George Chunakara, der Direktor des Programms für „Öffentliches Zeugnis“ des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) und der Kommission der Kirchen für internationale Angelegenheiten, einen Überblick über das jahrzehntelange Friedensengagement des ÖRK und machte deutlich, wie die IöFK in der Dekade zur Überwindung von Gewalt, die letztes Jahr zu Ende ging, verwurzelt ist.
„Die Dekade findet nun ihren krönenden Abschluss“, erklärte er und erinnerte daran, dass die Delegierten auf der 9. Vollversammlung des ÖRK 2006 in Porto Alegre (Brasilien) zu einer internationalen ökumenischen Friedenskonvokation als Höhepunkt der Dekade aufgerufen hatten, um Bilanz über Erfolge und Fehlschläge zu ziehen.
Die IöFK stelle zum einen eine Gelegenheit dar, die im Lauf der Dekade zur Überwindung von Gewalt geleistete Arbeit anzuerkennen, zum anderen biete sie den Kirchen auch die Chance, „ihr Bekenntnis zu Gewaltfreiheit, Frieden und gerechtem Frieden zu erneuern“, erklärte er.
In einer Videobotschaft beschrieb ÖRK-Generalsekretär Pastor Dr. Olav Fykse Tveit die IöFK als gemeinsame Anstrengung des Kirchenrats von Jamaika und der Karibischen Kirchenkonferenz sowie lokaler Kirchen und Gemeindegruppen.
Er nannte eine breite Vielfalt von Veranstaltungen und Aktionen, die als Teil der Konvokation stattfinden werden, wie z. B. das Pflanzen von Friedensbäumen, einen Friedenssonntag und ein Friedenskonzert in Kingston.
Chunakara fügte hinzu, dass nicht nur die Kirchen in Jamaika den 22. Mai als Friedenssonntag feiern würden, sondern dass auch Kirchen in aller Welt im Geist bei den Teilnehmenden der Konvokation sein und sich an den Gebeten, besonderen Veranstaltungen und Gottesdiensten beteiligen würden, einschließlich eines in mehr als 20 Sprachen übersetzten karibischen Gebets für den Frieden.
Ein Höhepunkt der Feier zur Ankündigung der IöFK war die Vorstellung des Lieds „Glory to God, Peace on Earth“, das von dem jamaikanischen Musiker Grub Cooper eigens für die IöFK geschrieben worden ist.
Einer der Redner/innen auf der IöFK wird Martin Luther King III. sein. Jamaikanische Regierungsvertreter/innen, einschließlich des Generalgouverneurs von Jamaika und des Premierministers, werden zur Eröffnung der Konvokation am Mittwochnachmittag, dem 18. Mai, erwartet.
Mehr als 1000 Menschen aus aller Welt werden voraussichtlich an der einwöchigen Veranstaltung teilnehmen.
Website der Internationalen ökumenischen Friedenskonvokation:
www.gewaltueberwinden.org
Weitere Informationen zum weltweiten Sonntag für den Frieden: www.gewaltueberwinden.org/friedenssonntag

