Gottes Wort auf Twitter und Facebook?
Auf der Internetkonferenz 2009 wurde auch über Beispiele für die Verbreitung spiritueller Materialien diskutiert, wie z.B. von Gebeten auf der Website Sacred Space.Soziale Netzwerke werden immer beliebter, aber die Kirchen tun sich noch schwer mit einer optimalen Nutzung dieser neuen Möglichkeiten, um mit ihren Mitgliedern Kontakt zu halten und das Evangelium zu verbreiten.
Über 40 Vertreter und Vertreterinnen von Kirchen und kirchlichen Organisationen aus einem Dutzend Ländern diskutierten auf der 14. Europäischen Christlichen Internetkonferenz (ECIC) vom 7.-10. Juni 2009 in Helsinki und Stockholm über ihre Erfahrungen und Erfolge mit neuen Kommunikationskanälen wie Twitter und Facebook.
Die vorgestellten Projekte waren vielfältig: die soziale Netzwerk-Präsenz der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands, mittels derer sie ihren Mitgliedern, insbesondere lettischen Migranten in Irland, seelsorgerliche Begleitung anbietet; eine Fundraising-Kampagne der Kirche von Schweden, die auf sozialen Medien aufbaut; oder auch Ideen zur Verbreitung spiritueller Materialien. Beispiele hierfür sind die Gebete auf der Website Sacred Space, die von irischen Jesuiten betrieben wird, und der Ökumenische Fürbittkalender des Ökumenischen Rates der Kirchen.
Da die Mehrzahl der jungen Leute heute die sozialen Medien für den Kontakt mit ihren Freunden und Familien benutzen, waren sich die ECIC-Partner weitgehend einig darin, dass die Kirche in diesen Medien präsent sein müsse, wenn sie junge Leute erreichen will.
Terhi Paananen von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Finnland wies in ihren Ausführungen über die Schulungskurse für kirchliche Mitarbeitende und Gemeindemitglieder zum Gebrauch der sozialen Medien in ihrer Arbeit und im kirchlichen Leben allerdings darauf hin, dass „es nicht ausreicht, dem Trend zu folgen und Präsenz in diesen Medien zu zeigen. Wir brauchen eine Mission und einen Auftrag: helfen, ermutigen, lehren“.
Europäische Christliche Internetkonferenz (ECIC)
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