Evangelisch-Methodistische Kirche
| Kirchenfamilie: | Methodistische Kirchen |
|---|---|
| Hauptsitz in: | Vereinigte Staaten |
| Vertreten in: | |
Mitgliederzahl*:Zur MitgliederzahlDie statistischen Angaben zur Zahl der Kirchenmitglieder, Kirchen, Gemeinden, Pfarrer/innen usw. stammen, wenn nicht anders angegeben, von den Kirchen und Organisationen selbst. Die ÖRK-Mitgliedskirchen wenden unterschiedliche Methoden zur Definition ihrer Mitgliedschaft an: in den Staatskirchen werden praktisch alle Bürger/innen getauft und somit als Mitglieder gezählt; andere Kirchen führen alle Getauften, auch wenn sie sich nicht aktiv am Kirchenleben beteiligen, als Mitglieder an; sodann gibt es Kirchen, in denen nur getaufte Erwachsene oder Getaufte, die am Abendmahl teilnehmen, gezählt werden, usw. Es ist kein Versuch unternommen worden, die Mitgliederzahlen nach solchen Kategorien zu klassifizieren, weil es dafür keine vereinbarten Kriterien gibt. | 10,103,323 |
| Bischöfe/-innen: | 68 |
| Pastoren/-innen: | 54,212 |
| Gemeinden: | 42,195 |
| Mitglied von: | WCC (1948) |
| Assoziiertes Mitglied von: | |
| Regelmäßige Publikationen: | The Interpreter (in English and Spanish), Sixty other periodicals |
| Website: | www.umc.org |
(United Methodist Church)
* Geografische Verteilung der Mitgliederschaft: Afrika: 1,631,631 Asien: 179,452 Europa: 72,677 USA: 8,219,563
Die Evangelisch-Methodistische Kirche ist heute eine der größten evangelischen Kirchen in den USA mit Mitgliedskirchen in Afrika, Asien und Europa. Ihre Wurzeln gehen auf englische, holländische und deutsche Predigergruppen zurück, die unter den ersten Siedlern tätig waren. 1784 wurde die Bischöflich-Methodistische Kirche gegründet, die auf den Grundsätzen John Wesleys aufbaute. Durch die Missionsarbeit breitete sich der Methodismus im 19. Jahrhundert nach Afrika, Asien und Südamerika aus. Im 20. Jahrhundert kam es zu mehreren Zusammenschlüssen. 1939 vereinigten sich die Bischöflich-Methodistische Kirche (Südstaaten), die Evangelisch-Methodistische Kirche und die Bischöflich-Methodistische Kirche zur Methodistischen Kirche, die eine zentrale Jurisdiktion einrichtete. 1946 vereinten sich die Kirche der Vereinigten Brüder in Christo und die Evangelische Gemeinschaft zur Evangelischen Gemeinschaft (Evangelical United Brethren Church). Diese vereinigte sich 1968 mit der Methodistischen Kirche zur „Evangelisch-Methodistischen Kirche“. Die zentrale Jurisdiktion wurde abgeschafft. In den vergangenen 50 Jahren sind die Missionskirchen speziell in Asien und Lateinamerika autonome Kirchen geworden, auch wenn die „Mutterkirche“ enge Beziehungen zu ihnen unterhält, wie sie sie ihrerseits auch zu ihrer eigenen „Mutterkirche“, der Methodistischen Kirche in Großbritannien, unterhält.
Die Evangelisch-Methodistische Kirche spiegelt die Vielfalt der US-amerikanischen Gesellschaft wider. Auch wenn das offizielle soziale Bekenntnis der Kirche als liberal bezeichnet werden könnte, gehen die Meinungen der einzelnen Mitglieder zu politischen und gesellschaftlichen Fragen weit auseinander. In der ganzen Geschichte des Methodismus haben sich neue Gemeinden stets aus verschiedenen ethnischen Gruppen zusammengesetzt – Schwarze, Asiaten, Europäer, amerikanische Ureinwohner, Hispanoamerikaner –, die mehrere Sprachen sprechen und mal integriert sind, mal nicht. Heute wächst die Kirche am schnellsten in Korea, Teilen von Afrika und unter neu in die USA gekommenen Asiaten und Hispanoamerikanern. Die Kirche betrachtet sich selbst als „eine integrative Gesellschaft, ohne Ansehen von ethnischer Herkunft, wirtschaftlicher Situation, Geschlecht oder Alter ihrer Mitglieder“. Sie trachtet danach, das Evangelium im Leben der Menschen und in den gesellschaftlichen Strukturen umzusetzen und beteiligt sich hierzu auch an ökumenischen Bemühungen. Die Mitgliederzahl der ethnischen Minderheiten in der Evangelisch-Methodistischen Kirche übersteigt diejenige der meisten anderen, vorherrschend weißen Religionsgemeinschaften. Eine der Prioritäten ist der Aufbau und die Stärkung von Ortgemeinden ethnischer Minderheiten. Weitere prioritäre Aufgaben sind Bewusstseinsbildung und Förderung von Verantwortungsbewusstsein im Hinblick auf den Welthunger, Frieden mit Gerechtigkeit, TV-Pfarramt, Kirche und Campus, Afrika sowie die Stärkung der Ortsgemeinden durch einen Schwerpunkt auf Familienleben und Evangelisation.
Die vier Programmeinheiten der Evangelisch-Methodistischen Kirche – Kirche und Gesellschaft, Weltdienst, höhere Bildungsarbeit und Dienst – weisen auf die Hauptanliegen der Kirche hin. Ferner gibt es fünf Kommissionen: Christliche Einheit und interreligiöse Anliegen, Kommunikation, Religion und Rasse, Status und Rolle der Frau sowie Archive und Geschichte. Die Kirche unterhält Beziehungen zu vereinigten Kirchen mit methodistischer Komponente und zu angeschlossenen autonomen Kirchen in Argentinien, Bolivien, Brasilien, Burma, Chile, Costa Rica, der Dominikanischen Republik, Ecuador, Hongkong, Indien, Indonesien, Japan, Korea, Kuba, Malaysia, Mexiko, Nigeria, Panama, Pakistan, Peru, auf den Philippinen sowie in Singapur, Taiwan und Uruguay.
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