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Alt-Katholische Kirche Österreichs

Kirchenfamilie:Altkatholische Kirchen
Hauptsitz in:Österreich
Vertreten in:
Mitgliederzahl*:

Zur Mitgliederzahl

Die statistischen Angaben zur Zahl der Kirchenmitglieder, Kirchen, Gemeinden, Pfarrer/innen usw. stammen, wenn nicht anders angegeben, von den Kirchen und Organisationen selbst. Die ÖRK-Mitgliedskirchen wenden unterschiedliche Methoden zur Definition ihrer Mitgliedschaft an: in den Staatskirchen werden praktisch alle Bürger/innen getauft und somit als Mitglieder gezählt; andere Kirchen führen alle Getauften, auch wenn sie sich nicht aktiv am Kirchenleben beteiligen, als Mitglieder an; sodann gibt es Kirchen, in denen nur getaufte Erwachsene oder Getaufte, die am Abendmahl teilnehmen, gezählt werden, usw. Es ist kein Versuch unternommen worden, die Mitgliederzahlen nach solchen Kategorien zu klassifizieren, weil es dafür keine vereinbarten Kriterien gibt.

14,621
Bischöfe/-innen:1
Priester/-innen:29
Gemeinden:11
Mitglied von:
 WCC (1967) 
Assoziiertes Mitglied von:
Regelmäßige Publikationen:Altkatholische Kirchenzeitung (monthly, in German)
Website: www.altkatholiken.at

Die Kirche trennte sich von Rom nach der Verkündigung der dogmatischen Definitionen von der Unfehlbarkeit und der obersten Kirchengewalt des Papstes im Jahr 1870. 1877 wurde sie von der kaiserlichen Regierung Österreichs als Kirche anerkannt, allerdings erlaubten die Behörden der Altkatholischen Kirche nicht, Bischöfe zu weihen und Eheschließungen vorzunehmen. Ferner verwehrte die Regierung der Kirche die Verwendung von Kirchensteuergeldern für die Geistlichkeit, wie es in allen anderen Kirchen üblich war. Folglich befanden sich die Altkatholiken, die in der Mehrzahl der Arbeiterklasse angehörten, ständig in Geldnot. Auch hatten sie Schwierigkeiten, Priester zu finden. Nach dem Zerfall der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie im Jahre 1918 blieben nur drei Gemeinden übrig. Später wurden neun weitere eingerichtet. Der erste Bischof wurde vom Erzbischof von Utrecht geweiht und weitere beim Internationalen Altkatholikenkongress 1925 in Bern. Die Kirche durchlebte von 1933 bis 1945 eine schwierige Zeit, gedieh aber wieder unter der Zweiten Republik in Österreich. 1982 wie auch 1998 war die Kirche Gastgeberin des Internationalen Altkatholikenkongresses.

Die Altkatholische Kirche Österreichs bemüht sich, das Erbe der alten Kirche zu bewahren. Sie nimmt die Glaubens- und Gewissensfreiheit des Einzelnen ernst. In einem 2000 angenommenen Dokument heißt es, die Kirche wolle eine gastfreundliche und partizipatorische Kirche sein, die sich der Vielfalt öffnet, die Menschen auf ihrem Lebensweg begleitet, eine Gemeinschaft, die beständig erneuert wird, eine Kirche, die Heimat und Geborgenheit bietet und in der jeder einzelne Mensch seinen Glauben ohne Furcht empfangen und leben kann. Alle wichtigen Entscheidungen werden von Geistlichen und Laien gemeinsam getroffen. Seit 1997 steht das Pfarramt auch Frauen offen. Die Altkatholische Kirche Österreichs ist ökumenisch orientiert und engagiert sich insbesondere für die Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. 

Letzte Aktualisierung:01.01.2006 

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