Lettische Evangelisch-Lutherische Kirche im Ausland
| Kirchenfamilie: | Lutherische Kirchen |
|---|---|
| Hauptsitz in: | Deutschland |
| Vertreten in: | |
Mitgliederzahl*:Zur MitgliederzahlDie statistischen Angaben zur Zahl der Kirchenmitglieder, Kirchen, Gemeinden, Pfarrer/innen usw. stammen, wenn nicht anders angegeben, von den Kirchen und Organisationen selbst. Die ÖRK-Mitgliedskirchen wenden unterschiedliche Methoden zur Definition ihrer Mitgliedschaft an: in den Staatskirchen werden praktisch alle Bürger/innen getauft und somit als Mitglieder gezählt; andere Kirchen führen alle Getauften, auch wenn sie sich nicht aktiv am Kirchenleben beteiligen, als Mitglieder an; sodann gibt es Kirchen, in denen nur getaufte Erwachsene oder Getaufte, die am Abendmahl teilnehmen, gezählt werden, usw. Es ist kein Versuch unternommen worden, die Mitgliederzahlen nach solchen Kategorien zu klassifizieren, weil es dafür keine vereinbarten Kriterien gibt. | 25,000 |
| Pastoren/-innen: | 90 |
| Gemeinden: | 130 |
| Mitglied von: | WCC (1971) |
| Assoziiertes Mitglied von: | |
| Regelmäßige Publikationen: | Ceîa Biedrs, yearly almanach, Baznìcas Gada-grâmata (both in Latvian) |
| Website: |
Bei dieser Kirche handelt es sich um die frühere Lettische Evangelisch-Lutherische Kirche im Exil, die nach der Besetzung der baltischen Staaten durch die Sowjetunion in den ersten Jahren des Zweiten Weltkrieges ihren Hauptsitz in Deutschland eingerichtet hatte. Die damals rund 120 000 Mitglieder der Kirche wurden über ganz Europa, Nord- und Südamerika und Australien zerstreut. Das Büro des Erzbischofs wurde von Deutschland in die USA, dann nach Kanada und 1994 wieder zurück nach Deutschland verlegt. Die Kirche ist heute wesentlich kleiner, aber ihre Gemeinden sind nach wie vor weit über 15 Länder verstreut, mit Konzentrationen in Kanada, den USA und Australien. Dem Erzbischof steht ein 18-köpfiger Kirchenrat zur Seite, der Exekutivgewalt hat.
In den Jahren des Exils hat die Kirche eine neue Bibelübersetzung ins Lettische in Auftrag gegeben, ein neues Gesangbuch herausgegeben und viele theologische Bücher veröffentlicht. In Chennai (Madras), Indien, hat sie eine Missionsstation eingerichtet. Nach den politischen Veränderungen in Osteuropa wurde der Name der Kirche in Lettische Evangelisch-Lutherische Kirche im Ausland abgeändert. Damit wollte sie zum Ausdruck bringen, dass sie sich langfristig den Realitäten und Herausforderungen einer transregionalen Kirche stellen will. Die Kirche unterhält enge Arbeitsbeziehungen zur Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands.
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