Mennonitengemeinden
Mennonitengemeinden und ihnen nahe stehende Kirchen sind als "historische Friedenskirchen" bekannt. Sie entstanden ursprünglich aus der pazifistischen Täuferbewegung, die sich in Europa als radikale Ausdrucksform der Reformation des 16. Jahrhunderts entwickelte.
Die Mennoniten sind nach dem niederländischen Reformator Menno Simons (1496-1561) benannt, der unter den Täufern früh Einfluss ausübte und eine Führungsposition übernahm. Zur weltweiten Ausbreitung der Bewegung kam es durch die Auswanderung vieler Mennoniten, die in ihrer Heimat verfolgt wurden, wie auch durch die mennonitische Mission. Heute leben mehr als 70 Prozent aller mennonitischen Christen in Afrika, Asien und Lateinamerika.
Im Zentrum des Glaubens der Mennoniten oder Anabaptisten, wie sie auch genannt werden, steht Jesus Christus als Herr, Heiland und Vorbild christlichen Lebens. Die Kirche als Leib Christi setzt Christi Leben und Dienst in der Welt fort. Zumindest drei Merkmale prägen in mennonitischer Sicht die Kirche. Die Kirche ist eine Gemeinschaft von Gläubigen, die danach streben, im täglichen Leben der Lehre und dem Beispiel Jesu Christi zu folgen. Gläubige, die aus freiem Willen die Herrschaft Christi bekennen, empfangen die Taufe als Zeichen des neuen Bundes und ihrer Selbstverpflichtung zu einem Leben in der Nachfolge Christi. Durch die Gläubigentaufe werden sie Mitglied in der Kirche und übernehmen Verantwortung für deren Wohl. Die Kirche ist unabhängig vom Staat und untersteht der Autorität des Wortes Gottes, wie es in der Bibel überliefert ist. Beste Gewähr für ein richtiges Bibelverständnis bietet die Gemeinschaft der vom Geist inspirierten Jünger Christi. Kernstück des Evangeliums ist die soziale und persönliche Ethik für ein Leben in der Nachfolge Christi. Die Jünger Jesu Christi leben in der Welt, um der Menschheit zu dienen. Sie tun dies, indem sie die Gute Nachricht verkünden und sie in die Tat umsetzen. Feindesliebe und Gewaltlosigkeit im Kampf für Gerechtigkeit werden als neutestamentliche Gebote angesehen. Die Mennoniten sprechen sich häufig gegen das Streben nach Reichtum aus und treten für ein Miteinanderteilen wirtschaftlicher Güter ein. Mennonitengemeinden und ihnen nahe stehende Kirchen bekennen sich zur Einheit mit allen Menschen, die an Jesus Christus glauben und danach streben, in seiner Nachfolge zu leben. Viele arbeiten mit anderen christlichen Kirchen insbesondere in den Bereichen Friedensarbeit, Dienst und Mission zusammen.
Websites
Mitglieder |
Benutzerkommentare zur Seite «Mennonitengemeinden» :
Ihr Beitrag:
Sie können mit Korrekturen, weiteren Einzelheiten und Kommentaren zur Qualität dieser Seite beitragen.
Benutzen Sie dieses System bitte nicht, um uns zu kontaktieren!
Mehr über die Benutzerkommentare
Ihr Beitrag:
Die Benutzerkommentare leisten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung dieser Online-Ressource. Sie können zu dieser Seite mit Korrekturen, weiteren Einzelheiten und Kommentaren beitragen. Angenommene Kommentare erscheinen am Ende dieser Seite; bitte schreiben Sie also in angemessener Sprache. Benutzerkommentare können in eine Neuformulierung des Haupttextes aufgenommen werden.
Hinweis : Dieses Forum ist nicht für allgemeine Anfragen an den Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), Fragen betreffend Mitgliedschaft oder andere formelle Anfragen bestimmt. Solche Einträge werden ohne weitere Benachrichtigung gelöscht. Falls Sie den ÖRK kontaktieren möchten, klicken Sie bitte auf den Link Kontakt am Seitenende.
Hinweis : us Gründen des Lizenzschutzes werden die Benutzerkommentare als Teil der ÖRK-Website angesehen und fallen deshalb unter den Schutz derselben Lizenz. Mehr Informationen darüber finden Sie auf der Copyright-Seite.

