ÖRK > Aktionswoche 2008

Internationale kirchliche Aktionswoche für Frieden in Palästina und Israel, 4.-10. Juni 2008

Eine gemeinsame, vom Ökumenischen Rat der Kirchen koordinierte Fürspracheinitiative

 

Foto: EAPPI

Der Ökumenische Rat der Kirchen lädt Mitgliedskirchen und kirchliche Organisationen ein, sich Anfang Juni 2008 an einer Fürsprache- und Aktionswoche für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel zu beteiligen und gemeinsam ein internationales Zeugnis für den Frieden abzulegen. Die tragischen Ereignisse in Israel und Palästina sind ein Appell an alle Menschen guten Willens, sich dafür einzusetzen, dass ihre gemeinsame Hoffnung auf Gerechtigkeit Wirklichkeit wird.

Wer macht mit?

Bisher haben sich Kirchen und kirchliche Dienste und Werke in 17 Ländern sowie das weltweite Pax-Christi-Netzwerk und World Vision International zur Teilnahme an der Aktionswoche gemeldet. Im Zentrum der Initiative stehen die Kirchen in Jerusalem und kirchliche Organisationen in Palästina und Israel, darunter auch das Ökumenische Begleitprogramm des ÖRK. Der Kreis der Teilnehmenden weitet sich aus – Australien, Belgien, Großbritannien, Israel/Palästina, Kanada, Niederlande, Norwegen, Schweden, Südafrika, Ungarn, USA - und erstreckt sich jetzt über fünf Kontinente. Mehr Beteiligung ist willkommen und wird gebraucht.

Wozu? 

Um uns gemeinsam für einen gerechten Frieden einzusetzen. Eine Woche lang werden Kirchen in verschiedenen Ländern klare Botschaften an politische Entscheidungsträger, die interessierte Öffentlichkeit und an ihre eigenen Gemeinden richten und darin auf die dringende Notwendigkeit einer Friedenslösung hinweisen, die die legitimen Rechte und die Zukunft beider Völker sicherstellt. Die Organisatoren der Aktionswoche laden die Teilnehmenden ein, bei der Planung ihrer Aktivitäten die folgenden Punkte zu berücksichtigen:

  1. Mit den Kirchen beten, die in den besetzten Gebieten leben, und dabei in Gemeinden in aller Welt am Sonntag, dem 8. Juni, ein besonderes Gebet aus Jerusalem verwenden.
  2. Über friedensfördernde Aktionen informieren und über Fakten vor Ort, die den Frieden nicht begünstigen.
  3. Fürsprachearbeit bei politischen Verantwortlichen leisten und dabei auf ökumenische Grundsätze hinweisen, die Frieden mit Gerechtigkeit fördern.
  4. Öffentliche Lobbyarbeit leisten, um das Ausmaß der kirchlichen Besorgnis zu unterstreichen.   

Warum?

Um Gerechtigkeit für Palästinenser und Palästinenserinnen einzufordern, damit Israelis und Palästinenser in Frieden leben können. In diesem Jahr werden es 60 Jahre, dass die Teilung Palästinas zu einem permanenten Albtraum für die Palästinenser wurde. Gleichzeitig ist es 41 Jahre her, dass die Besetzung Ostjerusalems, Westjordanlands und des Gazastreifens die Friedensvision von einem Land und zwei Völkern zunichte gemacht hat. In den diesjährigen Feiern zur Gründung des Staates Israel spiegelt sich die Verwirklichung eines Traums auf Kosten eines anderen wider. Die Botschaft der Aktionswoche lautet: Es ist Zeit für Palästina.“ Es ist Zeit für einen gerechten Frieden für Palästina und Israel; es ist an der Zeit, 60 Jahre Konflikt zu beenden; Zeit für die Befreiung aus der Besetzung; Zeit für gleiche Rechte; und Zeit für die Heilung verwundeter Seelen. (Siehe den vollen Wortlaut der Botschaft der Aktionswoche)

Wie?

Teilnehmende werden Lobbyarbeit bei Gesetzgebern leisten, Außenministerien  besuchen, öffentliche Diskussionsforen veranstalten und Olivenbäume pflanzen (oder die Patenschaft dafür übernehmen). Wie 2006 und 2007 wird die Aktionswoche auch in diesem Jahr Gebetswachen, besondere Gottesdienste und Gespräche mit Muslimen und Juden über die Dringlichkeit des Friedens einschließen.

  • Die leitenden Verantwortlichen der Kirchen von Jerusalem haben ein Gebet für die Aktionswoche veröffentlicht. Gemeinden in aller Welt sind eingeladen, es am Sonntag, dem 8. Juni zu verwenden, um mit palästinensischen Christen und Christinnen zu beten.
  • Berücksichtigen Sie bei Ihrer Aktionsplanung die vier oben genannten Punkte. (Mehr Ideen erhalten Sie, wenn Sie schauen, was die Kirchen in Australien machen)
  • Benutzen Sie die Botschaft der Aktionswoche „Es ist Zeit für Palästina“ bei allen Veranstaltungen in und vor der Woche. Englische, französische spanische und holländische Versionen stehen ebenfalls zur Verfügung. Es gibt auch eine Gruppe, die die Botschaft vertont.
  • Für weitere Informationen oder, um uns über Ihre Aktionspläne zu informieren, schreiben Sie bitte an den ÖRK in Genf.    

Wann?

4.-10. Juni 2008