ÖRK: Wirtschaft braucht "neue Fortschrittsindikatoren"
Der ÖRK-Zentralausschuss verabschiedete am Mittwoch, 2. September eine "Erklärung zu einem gerechten Finanzsystem und einer Wirtschaft, die dem Leben dient". Die Erklärung stellt fest, das globale Finanzsystem habe zwar "einigen Menschen Reichtum gebracht, einer weitaus größeren Anzahl von Menschen jedoch geschadet und ihnen Armut, Arbeitslosigkeit, Hunger und Tod" gebracht und habe die "Kluft zwischen Arm und Reich noch breiter werden lassen".
"Die Herausforderung für die Kirchen besteht heute darin, sich nicht aus ihrer prophetischen Rolle zurückzuziehen" so die Erklärung. Sie stellt fest, dass sich auch Kirchen der Tatsache stellen müssten, "dass sie sich an diesen spekulativen Finanzsystemen und der darin verankerten Habgier" beteiligt hätten.
Ein "neues sittlich-moralisches Ethos und eine neue Kultur" seien nötig, so die Erklärung, "um in diesen Krisenzeiten Anti-Wert wie Habgier, Individualismus und Ausgrenzung durch Werte wie Solidarität, Gemeinwohl und Integration zu ersetzen."
Die Regierungen weltweit mahnt die Erklärung insbesondere, ihre Verpflichtungen mit Blick auf die Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen zu erfüllen.

