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ÖRK verurteilt sexuelle Gewalt gegen Frauen in der Demokratischen Republik Kongo

3.09.09

 

Pastorin Micheline Kamba Kasongo sprach währen einer Plenarsitzung des ÖRK-Zentralausschusses über die Situation in ihrer Heimat.

Der Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) hat die ÖRK-Mitgliedskirchen nachdrücklich aufgerufen, "Gewalt gegen Frauen" in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) "öffentlich zu verurteilen" und zu "erklären, dass Gewalt gegen Frauen Sünde ist".

 

In der DRK "haben die brutalen Akte sexueller Gewalt gegen Frauen massiv zugenommen und sich – insbesondere seit dem Beginn der militärischen Operationen im Januar 2009 - über das ganze Land ausgebreitet", so der ÖRK-Zentralausschuss in einer öffentlichen "Erklärung zu sexueller Gewalt gegen Frauen in der Demokratischen Republik Kongo".

 

Die Erklärung, die der Ausschuss am letzten Tag seiner Tagung vom 26. August bis 2. September in Genf annahm, fordert alle Konfliktparteien auf, sich unverzüglich zu verpflichten, allen Akten sexueller Gewalt gegen Frauen und Mädchen in der DRK ein Ende zu setzen.

 

Die Regierung der DRK wird aufgerufen, "der Straflosigkeit für Vergewaltigung" ein Ende zu setzen "und eine wirksame Strategie für das Vorgehen gegen sexuelle Gewalt" zu entwickeln und "die für sexuelle Gewalt Verantwortlichen vor Gericht zu stellen".

 

"Tausende von Frauen und Mädchen wurden vergewaltigt und zu sexueller Sklaverei sowie häufig auch zum Kriegsdienst gezwungen", heißt es in der Erklärung.

 

Und weiter: "Besonders akut ist die Zunahme der sexuellen Gewalt gegen Frauen in Süd-Kivu, wo nichtstaatliche bewaffnete Gruppen und insbesondere Milizen aus den Nachbarländern sexuelle Gewalttaten von unvorstellbarer Grausamkeit verüben, die zusätzlich zu der Vergewaltigung auf die vollständige physische und psychische Zerstörung der Frauen durch sexuelle Sklaverei abzielen. Dies hat Folgen für das gesamte gesellschaftliche Gefüge."

 

Der ÖRK ruft in seiner Erklärung die Mitgliedskirchen nachdrücklich auf, "Gewalt gegen Frauen öffentlich zu verurteilen und sich konstruktiv um die Überwindung dieser Gewalt zu bemühen, indem sie erklären, dass Gewalt gegen Frauen eine Sünde ist, und indem sie klare Positionen zur Frage der sexuellen Belästigung entwickeln, die auch deutlich machen, welche Folgen solche Belästigungen haben".

 

Der ÖRK-Zentralausschuss ermutigte ferner die Mitgliedskirchen, "auch weiterhin ihre Solidarität mit den Frauen der DRK zum Ausdruck zu bringen, damit diese wissen, dass sie in ihrem Kampf nicht allein sind". Zu dieser Begleitung gehören auch öffentliche Kampagnen im Rahmen der ÖRK-Dekade zur Überwindung von Gewalt (2001-2010).

 

Voller Wortlaut der "Erklärung zu sexueller Gewalt gegen Frauen in der Demokratischen Republik Kongo"

 

Hören Sie ein Interview mit Pfarrerin Micheline Kasongo (DRK) über Gewalt gegen Frauen (auf Englisch)

 

ÖRK-Mitgliedskirchen in der DRK

 

Weitere öffentliche Erklärungen, die der ÖRK-Zentralausschuss gebilligt hat

 

Kostenlose Fotos in hoher Auflösung

 

Mehr Informationen zur Zentralausschusstagung vom 26. August bis 2. September 2009

 

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