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14.02.08 13:24

Kirchen müssen sich ökumenische Organisationen zu Eigen machen, fordert ÖRK-Generalsekretär

 

Der Generalsekretär im Gespräch mit Metropolit Mor Eustathius Matta Roham.

"Die weltweite Gemeinschaft der Kirchen gibt ihren Mitgliedern die Möglichkeit, sich gemeinsamen Herausforderungen zu stellen - Herausforderungen, mit denen die Welt sie konfrontiert, aber auch Herausforderungen durch die sich verändernde kirchliche Landschaft," so Kobia. Als eine solche Herausforderung nannte er "Tempo und Ausmaß des Wachstums evangelikaler, pfingstlich orientierter und charismatischer Gemeinschaften wie auch von Gemeinden und Megakirchen, die an keine konfessionellen Strukturen gebunden sind." Dieses Wachstum gehe oft auf Kosten der traditionellen Kirchen einschließlich der ÖRK-Mitgliedskirchen.

 

Der ÖRK-Generalsekretär erkannte allerdings auch "neue Wege zu einer engeren Zusammenarbeit" zwischen Mitgliedskirchen und Kirchen außerhalb der ÖRK-Gemeinschaft. So seien mit Blick auf das "soziale Evangelium" und das Eintreten der Kirchen für Gerechtigkeit "neue Brücken über alte Gräben" zwischen Evangelikalen und Pfingstkirchen einerseits und der traditionellen ökumenischen Bewegung andererseits entstanden.

 

Neben der Hauptaufgabe des ÖRK "die Gemeinschaft unter den Mitgliedskirchen zu vertiefen" betonte Kobia daher die Verantwortung des Rates "für die Ausweitung der Mitarbeit in der ökumenischen Bewegung und für die Gewährleistung ihres Zusammenhalts." Zwar dürfen Anstrengungen in diese Richtung "nicht die Erfolge der Vergangenheit gefährden", so Kobia, der ÖRK müsse jedoch den Auftrag des dreieinigen Gottes, "wahrhaft alle Kirchen zusammenzuführen," ernst nehmen: "Wir können diese koinonia nie auf uns selbst begrenzen."

 

Der ÖRK ist eine Gemeinschaft von 349 Kirchen - zwei davon wurden auf der aktuellen Tagung offiziell aufgenommen - aus über 110 Ländern und nahezu allen christlichen Traditionen. Pfarrer Dr. Samuel Kobia, von der Methodistischen Kirche in Kenia, ist seit Januar 2004 als Generalsekretär oberster Amtsträger und steht der Mitarbeiterschaft des ÖRK vor. Die Verlängerung seines Mandats um weitere fünf Jahre steht am Montag, 18. Februar, zur Entscheidung an.

 

Mehr Informationen zur Tagung des ÖRK-Zentralausschusses :

www.oikoumene.org/de/events-sections/cc2008.html

 

Bericht des Generalsekretärs im Volltext :

www.oikoumene.org

 

Biografie des Generalsekretärs :

www.oikoumene.org

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