Erklärungen zum Kosovo, Sri Lanka und den Philippinen
Der Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) hat auf seiner Sitzung vom 30. August bis 6. September in Genf unter anderem Erklärungen zur politischen Situation im Kosovo, in Sri Lanka, und auf den Philippinen abgegeben.
Im Blick auf den Kosovo hat der Ausschuss religiöse und politische Verantwortungsträger aufgefordert, sich für die Rückkehr von Flüchtlingen und die Koexistenz und Versöhnung in der Region einzusetzen. Dies sei eine Voraussetzung für eine langfristige Lösung. "Die Verwirklichung eines multi-ethnischen und multi-religiösen Kosovo muss realistischerweise mit einer friedlichen Koexistenz beginnen ," so die Erklärung.
Weiterhin rief der Zentralausschuss die Regierung von Sri Lanka und die "Liberation Tigers of Tamil Ealam" auf, die Bedingungen des Friedensabkommens von 2002 zu respektieren. Die 150 Delegierten aus 348 Mitgliedskirchen verlangten ein sofortiges Ende der Feindseligkeiten und die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen ohne weitere Verzögerung.
In einer weiteren Erklärung verurteilte der Zentralausschuss die aussergerichtlichen Tötungen auf den Philippienen, denen seit 2001 mehr als 740 Menschen zum Opfer gefallen sind. Betroffen sind vor allem Menschen, die mit und für die Armen gearbeitet haben, darunter Journalisten, Anwälte, Menschenrechtsaktivisten und 21 Kirchenmitarbeiter. In den vergangenen zwölf Monaten habe sich die Situation dramatisch verschärft, so die Erklärung. Alle zwei Tage komme es zu aussergerichtlichen Tötungen. Der Zentralausschuss rief die Regierung der Philippienen auf, die "Todesschwadronen", private Milizen und paramilitärische Verbände aufzulösen.
Der Text der Erklärungen steht auf der ÖRK-Webseite zur Verfügung
Weitere Informationen zur Tagung des Zentralausschusses finden Sie auf der ÖRK-Website



