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Dokument n° GEN 06
Projektüberblick, Programmpläne 2007-2013
“Als Kirchen gemeinsam die Welt verwandeln“
Projekteinzelheiten 2007-2009 mit Liste der Aktivitäten
Entwurf 14. Juli 2006
Zu diesem Dokument
Das vorliegende Dokument stellt eine Ergänzung zu dem Dokument “Programmpläne 2007-2009 - Zusammenfassung” dar, das eine Einführung in den Programmrahmen gibt und Kurzdarstellungen der vorgeschlagenen Programme und Projekte enthält.
Es enthält ausführliche Beschreibungen von Projekten und Aktivitäten, einschließlich Projektkosten, die auch unter www.ecuspace.net veröffentlicht worden sind.
Diese Pläne werden dem ÖRK-Zentralausschuss im September 2006 zur Prüfung und Bewilligung vorgelegt.
Für das Jahr 2007 sind die Zahlen dem Haushalt entnommen. Die Zahlen für 2008 und 2009 stecken einen Budgetrahmen für die Umsetzungskosten ab.
P1 – Der ÖRK und die ökumenische Bewegung im 21. Jahrhundert
P101 - Interpretation der ökumenischen Vision des ÖRK
<h5 class="western">Spezifisches Ziel</h5> | Den Geist des Prozesses „Gemeinsames Verständnis und gemeinsame Vision des ÖRK“ (CUV) verinnerlichen und der ökumenischen Gemeinschaft vermitteln. |
Verbindungen zu anderen Zielen | Direkte Verbindung: 1a Zusätzliche Verbindungen: Das Projekt kann die gemeinsame theologische Reflexion inspirieren und dadurch inspiriert werden (1b); neue Erkenntnisse im Streben nach Einheit und gemeinsamem Zeugnis bringen (2a); Kirchen und ökumenische Organisationen ermutigen, gemeinsam für Gerechtigkeit und Dienst einzutreten (4a-c); die ökumenische Ausbildung von Schlüsselpersonal stärken (5a) und die Mitwirkung von jungen Menschen und Frauen in der ökumenischen Bewegung fördern (1a). |
Beschreibung/ Hintergrund | Partnern zum Ziel haben und die in diesem Projekt aufgegriffen werden. Desgleichen hat CUV das Potenzial, der Diskussion wertvolle Impulse zu geben, wenn der Anspruch des ÖRK, eine „Gemeinschaft von Kirchen“ zu sein, aus geistlicher Perspektive hinterfragt wird. Das “gemeinsame Beten“ ist zu einer ekklesiologischen und geistlichen Herausforderung geworden, der wir uns stellen müssen. Gleichzeitig könnte das Potenzial des Konsensverfahrens, das Ausdruck einer neuen Kultur des ökumenischen Miteinanders auch auf institutioneller Ebene ist, weiter gestärkt und mit anderen ökumenischen Partnern geteilt werden. Der Ständige Ausschuss für Konsens und Zusammenarbeit wird die Kontinuität in diesem Bereich gewährleisten. In enger Verbindung mit dem Prozess der Neugestaltung steht das Globale Christliche Forum, das Das CUV-Dokument lädt die Kirchen ein, ihr ökumenisches Engagement zu analysieren – in ihrem eigenen lokalen Umfeld, in ihren Beziehungen auf nationaler, regionaler und globaler Ebene und insbesondere in Beziehung zum ÖRK. Der CUV-Prozess machte deutlich, dass die ökumenische Bewegung sich zwar bei weitem nicht auf die organisatorischen Ausdrucksformen des ÖRK reduzieren lässt, dass der Rat aber zugleich eine herausragende Position als Instrument und Ausdruck der ökumenischen Bewegung einnimmt. CUV hat Einfluss auf zwei zentrale ökumenische Prozesse ausgeübt: die Sonderkommission zur orthodoxen Mitarbeit im ÖRK und den Prozess „Ökumene im 21. Jahrhundert“. Dieser zweite Prozess hilft den ökumenischen Partnern in ihrer Reflexion über die “Neugestaltung der ökumenischen Bewegung“. Es ist von wesentlicher Bedeutung, das Potenzial dieser beiden Prozesse zu entfalten. Im Dezember 2004 wurde auf einer ÖRK-Konsultation zur „Ökumene im 21. Jahrhundert“ die Einrichtung eines Fortsetzungsausschusses gefordert, dessen Aufgabe es sein sollte, die Reflexion über die Neugestaltung der ökumenischen Bewegung voranzutreiben. Die Konsultation unterbreitete auch eine Reihe von Empfehlungen, die die Stärkung und Systematisierung der Beziehungen zwischen ökumenischen einen offenen Raum schaffen will, in dem Vertreter/innen eines breiten Spektrums christlicher Kirchen und zwischenkirchlicher Organisationen zusammenkommen können, um sich gegenseitig kennen und achten zu lernen und so in der Lage zu sein, gemeinsame Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Die Neunte Vollversammlung nahm den Bericht des Fortsetzungsausschusses für das Globale Christliche Forum entgegen, billigte die darin enthaltenen Empfehlungen und sprach sich für die Fortsetzung des Prozesses aus, an dessen Ende eine Globale Forumsveranstaltung (November 2007) stehen soll. |
Zeitplan und Auslaufstrategie | Alle Aktivitäten werden dem Rhythmus der Tagungen der Leitungsgremien – und folglich auch deren Weisungen – folgen. Eine erste Auswertung wird auf der nächsten Tagung des Zentralausschusses (Februar 2008), eine weitere nach Ablauf der Hälfte der Projektlaufzeit auf der darauf folgenden Zentralausschusstagung (September 2009) erfolgen. Im Rahmen dieses Projekts wird der Prozess zur “Ökumene im 21. Jahrhundert“, einschließlich damit verbundener Aktivitäten, fortgesetzt werden und 2007 größeres Gewicht bekommen. Der Fortsetzungsausschuss wird die Richtung für Beschlüsse zur zukünftigen Arbeit in diesem Bereich vorgeben. Die erste Phase des Prozesses wird Ende 2009 mit der Vorlage eines Zwischenberichts an den Zentralausschuss abgeschlossen werden. Das Projekt wird bis zur Zehnten Vollversammlung des ÖRK laufen, auf der frühestens Verfassungsänderungen beschlossen werden können, die für den Abschluss des Prozesses und die Umsetzung seiner Ergebnisse gegebenenfalls als notwendig erachtet werden. |
Arbeitsmethode | Das Projekt wird einen integrierten Arbeitsstil entwickeln und Kommunikation, ökumenische Ausbildung und Studienprozess interaktiv in Beziehung zueinander setzen. Es wird als ratsübergreifendes Projekt verstanden, in dem Stabsmitglieder und Experten/innen aus allen Arbeitsbereichen mitarbeiten. Junge Menschen werden den Reflexionsprozess in entscheidender Weise mit vorantreiben, indem sie helfen, eine angemessene Sprache zu finden und moderne Technologien einzusetzen, um so die wichtige Rolle und das Erbe der Jugend in der Geschichte und Entwicklung der ökumenischen Bewegung deutlich zu machen. Die Ökumene-Referenten/innen werden zu den wichtigsten Partnern gehören, die Stabsmitgliedern und Leitungsgremien bei der Aufgabe helfen werden, einen Prozess des Studiums, der Rezeption und der Umsetzung von CUV für die Mitgliedskirchen in Gang zu setzen. Der Ständige Ausschuss, der die Aufgabe der Sonderkommission fortführen wird, wird die von ihm gewählte Arbeitsmethode in den kommenden Jahren beibehalten: er wird seine jährlichen Tagungen mit Besuchen bei lokalen Kirchen und der Mitwirkung in bzw. dem Kennenlernen von deren Liturgie-, Diakonie- und Bildungsarbeit kombinieren. |
Beziehungen | Die Leitungsgremien des ÖRK, die Ökumene-Referenten/innen, junge Erwachsene und in diesem Bereich tätige ökumenische Gremien haben die Aufgabe, die Beziehungen mit Mitgliedskirchen und anderen Kirchen zu stärken, um so die gemeinsame Reflexion über Entwicklungen innerhalb der ökumenischen Bewegung voranzubringen. |
Liste der Aktivitäten | P101-01 – Ökumene im 21. Jahrhundert (Neugestaltung der ökumenischen Bewegung): den Prozess weiterführen (Arbeit des Fortsetzungsausschusses stärken und zu Fortschritten beim Globalen Christlichen Forum beitragen). Erwartete Ergebnisse: Die Prozesse kommen in Gang und es wird regelmäßig geprüft werden, welche Fortschritte zu verzeichnen sind. P101-02 – Netzwerk der Ökumene-Referenten/innen: jährliche Treffen der Ökumene-Referenten/innen. Erwartete Ergebnisse: Zurüstung der Ökumene-Referenten/innen, damit diese den Geist des CUV-Dokuments vermitteln können. P101-03 – Konsens und Zusammenarbeit: jährliche Treffen des Ständigen Ausschusses; Konsultations- und Studienprozess zu den geistlichen/liturgischen Grundlagen, auf denen die ganze Gemeinschaft aufbaut. Erwartete Ergebnisse: Fortführung der Arbeit der Sonderkommission, insbesondere in den Bereichen Ekklesiologie und Gottesdienst. |
Monitoring Evaluierung | Wird für alle Projekte in umfassender Weise stattfinden. |
Projektkosten 2007-2009
P101 – Auslegung der ökumenischen Vision des ÖRK | 2007 | 2008 | 2009 |
Durchführungskosten |
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57 300 | 57 000 | 45 000 | |
P101-02 – Netzwerk ökumenischer Amtsträger/innen | 63 900 | 10 000 | 75 000 |
P101-03 – Konsens und Zusammenarbeit | 33 000 | 33 000 | 33 000 |
Durchführungskosten insgesamt | 154 200 | 100 000 | 153 000 |
Personal- und personalabhängige Kosten | 256 458 | 256 458 | 256 458 |
Direkte Kosten insgesamt | 410 658 | 356 458 | 409 458 |
Infrastrukturkosten | 92 161 | 92 161 | 92 161 |
Projektkosten insgesamt | 502 819 | 448 619 | 501 619 |
P102 – Globale Plattform für Theologie und Analyse
<h5 class="western">Spezifisches Ziel</h5> | Eine Plattform für die theologische Reflexion und Analyse bestimmter zentraler Herausforderungen für das christliche Zeugnis in der heutigen Welt bereitstellen. |
Verbindungen zu anderen Zielen | Direkte Verbindung: 1.b. Zusätzliche Verbindungen: Das Projekt wird die theologische Reflexion über die sichtbare Einheit (2.a) und über Misson und ekklesiologische Beziehungen (2.c) vertiefen; durch die ethische und theologische Auseinandersetzung mit den Menschenrechten für die Achtung der Menschenwürde eintreten (3.a); zur ökumenischen Reflexion über Armut, Reichtum und Umweltschutz beitragen (3.d); neue Einsichten in die Arbeit zu Glaube, Wissenschaft und Technologie ermöglichen (4.c). |
Beschreibung/ Hintergrund | Hierbei handelt es sich um eines der neuen– und hoch interessanten – Schlüsselmerkmale der Programmpläne 2007-2013. Theologische Reflexion und Analyse auf der einen Seite und ökumenische Partnerschaft auf der anderen stellen seine zwei primären Interessenspole dar. Der ÖRK als weltweites Instrument christlicher Einheit hat den Auftrag, ein gemeinsames theologisches Verständnis in bestimmten zentralen Fragen zu fördern, die Leben, Arbeit und Beziehungen von Kirchen, weltweiten christlichen Gemeinschaften, ökumenischen Partnern und kirchlichen/kirchennahen Diensten und Werken, die in verschiedenen Bereichen tätig sind, betreffen. Diese globale Plattform wird ein breites Spektrum von kirchenleitenden Persönlichkeiten, Theologen/innen, Ethikern/innen, Soziologen/innen und Aktivisten/innen aus vielen Teilen der Welt zusammenbringen. Es wird Raum bieten, um zu analysieren und auszuwerten, welche Implikationen einige der großen Herausforderungen, vor denen wir heute stehen, für das christliche Zeugnis der ökumenischen Bewegung, der Kirchen und ihrer Werke in der heutigen Welt haben. Ziel der Plattform ist es nicht, Konvergenztexte auszuarbeiten, sondern Gelegenheit zu Dialog und Meinungsaustausch über unterschiedliche Sichtweisen zu bieten. Die zu behandelnden Themen werden im Rahmen eines Konsultationsprozesses festgelegt und in der Programmarbeit des Rates und der breiteren ökumenischen Bewegung aufgegriffen werden. Es werden besondere Anstrengungen unternommen werden, um sicherzustellen, dass junge Menschen einen substanziellen Beitrag zu dem Prozess leisten und umfassend mitwirken können. |
Zeitplan und Auslaufstrategie | Der erste Projektabschnitt läuft von 2007-2009; da es sich bei der Globalen Plattform um eine völlig neue Erfahrung handelt, wird sie nach drei Jahren evaluiert werden. Diese Auswertung wird es den Leitungsgremien ermöglichen, eine sachgerechte Entscheidung über die Zukunft der Plattform zu treffen. |
Arbeitsmethode | Konsultationsprozess (unter Mitwirkung von Vertretern/innen von Kirchen, regionalen ökumenischen Organisationen, weltweiten christlichen Gemeinschaften, dem Netzwerk für ökumenische theologische Ausbildung und kirchlichen/kirchennahen Diensten und Werken), im Prinzip im Rahmen von Tagungen, an denen ein breites Spektrum von Partnern teilnimmt, z.B. Zentralausschuss, ÖRK-Rundtischgespräche, usw.), um die Themen, über die in dem Dreijahresabschnitt nachgedacht werden soll, festzulegen. Diese Gruppe wird ein Thema für das Jahr 2007 und jeweils zwei Themen für 2008 und 2009 bestimmen. Der Bericht (Aide-Memoire) über diese Zusammenkunft wird sich mit den vorgeschlagenen Themen befassen und als Rahmen für die weitere Reflexion dienen. Er wird auf der Website veröffentlicht werden, um eine möglichst breite Beteiligung an dem Prozess zu gewährleisten. Es steht zu hoffen, dass Seminare und theologische Einrichtungen diese Themen aufgreifen und inhaltliche Beiträge zu den Tagungen der Plattform leisten werden. Der Bericht über die weitere Reflexion über jedes Thema wird einem breiten Kreis von Interessenten zugänglich gemacht werden, um sicherzustellen, dass diese Reflexion von den Kirchen und ökumenischen Partnern rezipiert wird. Die Verantwortlichen arbeiten sehr engagiert daran, diesen Prozess dynamisch, konsultativ und partizipatorisch zu gestalten. Die Themen der Plattformtagungen werden auf der ÖRK-Website veröffentlicht werden und es wird um Stellungnahmen gebeten. |
Beziehungen | Dieses Projekt wird ein breites Spektrum von ÖRK-Mitgliedskirchen und Nicht-Mitgliedskirchen, ökumenischen Organisationen, Seminaren, theologischen Einrichtungen und kirchlichen/kirchennahen Diensten und Werken einbeziehen. |
Liste der Aktivitäten | P102-01 – Die Globale Plattform für Theologie und Analyse wird folgende Elemente umfassen :
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Monitoring Evaluierung | Wird für alle Projekte in umfassender Weise stattfinden. |
Projektkosten 2007-2009
P102 – Globale Plattform für Theologie und Analyse | 2007 | 2008 | 2009 |
Durchführungskosten |
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P102-01 – Globale Plattform für Theologie und Analyse | 89 056 | 89 000 | 89 000 |
Durchführungskosten insgesamt | 89 056 | 89 000 | 89 000 |
Personal- und personalabhängige Kosten | 256 458 | 256 458 | 256 458 |
Direkte Kosten insgesamt | 345 514 | 345 458 | 345 458 |
Infrastrukturkosten | 92 161 | 92 161 | 92 161 |
Projektkosten insgesamt | 437 675 | 437 619 | 437 619 |
P103 – Pflege der Beziehungen zu den Mitgliedskirchen
<h5 class="western">Spezifisches Ziel</h5> | Die Beziehungen innerhalb der Gemeinschaft von Kirchen stärken (d.h. zwischen den Mitgliedskirchen selbst sowie zwischen den Mitgliedskirchen und dem ÖRK als Institution). |
Verbindungen zu anderen Zielen | Direkte Verbindung: 1a Zusätzliche Verbindungen: Dadurch, dass das Projekt es ermöglicht, konkrete Gemeinschaft zu erleben, leistet es einen Beitrag zur Einheit der Kirchen (2a) und liefert konkrete Beispiele gerechter und partizipatorischer Gemeinschaften (2c). Alle Besuche bei Mitgliedskirchen und Besuche von Mitgliedskirchen und anderen werden im Rahmen dieses Projekts koordiniert und stehen speziell in Verbindung mit Ziel 3 a, 4 a und 6.c. |
Beschreibung/ Hintergrund | Durch seine Leitungsgremien und in seiner laufenden Programmarbeit versucht der ÖRK, die Mitwirkung und Vertretung der Kirchen in Leben und Arbeit des ÖRK zu maximieren. Das Projekt betont die zentrale Bedeutung der ökumenischen Vision im Leben der Mitgliedskirchen. Es fördert die Reflexion über die Frage, was die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft bedeutet, und ermöglicht diesbezüglich konkrete Erfahrungen. Der ÖRK stellt für die Mitgliedskirchen einen Raum bereit, in dem sie gemeinsam erforschen und erfahren können, was es bedeutet, in Gemeinschaft miteinander zu leben. Diese Gemeinschaft ist ein dynamisches Beziehungsgeschehen, das die Fülle der Kirchen und das gesamte Leben und Tun des ÖRK umfasst. Der Raum, den der Rat bereitstellt, ermöglicht es auch, miteinander in einen Dialog über kirchentrennende Fragen und Herausforderungen zu treten und, falls nötig, zu vermitteln. In den letzten Jahren haben wir diesen Prozess des Dialogs und der Heilung zwischenkirchlicher Beziehungen in der Arbeit der Sonderkommission erlebt, die sich mit Fragen beschäftigt hat, die für Konflikte zwischen evangelischen und orthodoxen Mitgliedskirchen des Rates gesorgt hatten. Die Kirchen sind nach wie vor in bestimmten Fragen gespalten, wie z.B. Proselytismus, interreligiöser Dialog, Ordination und menschliche Sexualität. Der ÖRK wird auch weiterhin Gelegenheit zu Diskussion und Vermittlung schaffen, die die Kirchen nutzen können, um den Dialog voranzubringen, ihre jeweiligen Positionen besser zu verstehen und Versöhnung anzustreben. Der ÖRK wird 2008 den 60. Jahrestag seiner Gründung feiern und dieses Jubiläum wird den Mitgliedskirchen Gelegenheit zur Reflexion und Neuverpflichtung auf die ökumenische Vision bieten. |
Zeitplan und Auslaufstrategie | Die Aktivitäten im Rahmen dieses Projekts finden entweder in regelmäßigen Abständen statt (z.B. Tagungen von Leitungsgremien; Besuche bei Mitgliedskirchen) oder stellen eine Antwort auf jeweils neue Herausforderungen dar (z.B. Spannungen zwischen Mitgliedskirchen), die spezifisch und zeitgebunden sind. |
Arbeitsmethode | Während das Generalsekretariat die Verantwortung für das institutionelle Leben des Rates trägt, wird von allen Mitarbeitern/innen erwartet, dass sie einen Beitrag zur Stärkung der Beziehungen mit den Mitgliedskirchen leisten. Mit anderen Worten: die Verantwortung für den Aufbau, die Bewahrung und Stärkung der Beziehungen mit Mitgliedskirchen stellt eine kollektive Verantwortung aller Stabsmitglieder dar und ist integraler Bestandteil aller Aktivitäten des Rates. Tagungen von Leitungsgremien, Teambesuche bei Mitgliedskirchen, koordinierte Stabsreisen, von Mitgliedskirchen organisierte Begegnungen und Gelegenheiten, Leben und Zeugnis der Mitgliedskirchen kennen zu lernen, gehören zu den laufenden Aktivitäten, die zur Stärkung der Gemeinschaft der Kirchen dienen. |
Beziehungen | Beziehungen zu allen Mitgliedskirchen in den Leitungsgremien aufnehmen, gezielt die Mitwirkung kleinerer Kirchen im ÖRK stärken. Die aus der Mitgliedschaft erwachsenden Verpflichtungen gegenüber der Gemeinschaft überwachen. |
Liste der Aktivitäten | P103-01 – Den ÖRK-Leitungsgremien Verantwortung übertragen (Leitende Amtsträger/innen und Exekutivausschuss halbjährlich; Zentralausschuss alle achtzehn Monate). Erwartete Ergebnisse: Tagungen der Leitungsgremien vor- und nachbereiten. P103-02 – Die Gemeinschaft der Mitgliedskirchen ausbauen: die Bedeutung des gemeinsamen Lebens, Betens und Handelns theologisch interpretieren und im Leben des ÖRK, insbesondere auf Tagungen der Leitungsgremien, die durch Beratung und Gebet geprägt sind, konkret erleben und Mitgliedschaftsangelegenheiten überwachen (vgl. auch Aktivitäten in Projekten 1.1 und 5.3). Eine Feier zum 60. Jubiläum des ÖRK 2008 vorbereiten. Erwartete Ergebnisse: das Potenzial des Konsensverfahrens so intensiv wie möglich erforschen und Mitgliedschaftsanträge entgegennehmen und bearbeiten, einschließlich Besuche bei antragstellenden Kirchen. P103-03 – Beziehungen durch Besuche bei/von Mitgliedskirchen stärken. Die Kirchenleitungen von Mitgliedskirchen besuchen oder in Genf empfangen. Überwachung der Beziehungen zwischen ÖRK und Mitgliedskirchen, einschließlich Stabsreisen und Tagungsorte. Besucher/innen im Ökumenischen Zentrum empfangen (Anm.: Die Besuche werden als strategische Möglichkeit verstanden, Beziehungen zu Mitgliedskirchen aufzunehmen, und werden im Rahmen dieser Aktivität koordiniert werden) Erwartete Ergebnisse: Beziehungen mit und zwischen Mitgliedskirchen stärken. P103-04 – Vertrauen vertiefen: Ökumenische Diskussionen über menschliche Sexualität: es ist geplant, diese in Form eines ökumenischen Gesprächs fortzusetzen und Kapazitäten freizuhalten, um Kirchen in schwierigen Situationen, die im Zusammenhang mit sensiblen Fragen entstanden sind, zu helfen. Erwartete Ergebnisse: Kirchen mit klaren Positionen sollten zu interkulturellen, interkonfessionellen Gesprächen über ihre unterschiedlichen theologischen und praktischen Schlussfolgen eingeladen werden. |
Monitoring Evaluierung | Wird für alle Projekte in umfassender Weise stattfinden. |
Projektkosten 2007-2009
P103 – Pflege der Beziehungen zu den Mitgliedskirchen | 2007 | 2008 | 2009 |
Durchführungskosten |
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P103-01 – Den ÖRK-Leitungsgremien Verantwortung übertragen | 90 000 | 840 000 | 840 000 |
P103-02 - Gemeinschaft der Mitgliedskirchen ausbauen | 58 500 | 50 000 | 50 000 |
P103-03 - Beziehungen durch Besuche stärken | 171 910 | 175 000 | 175 000 |
P103-04 - Vertrauen vertiefen: Ökumenische Diskussionen über menschliche Sexualität | 85 000 | 85 000 | 85 000 |
Durchführungskosten insgesamt | 405 410 | 1 150 000 | 1 150 000 |
Personal- und personalabhängige Kosten | 772 458 | 772 458 | 772 458 |
Direkte Kosten insgesamt | 1 177 868 | 1 922 458 | 1 922 458 |
Infrastrukturkosten | 322 563 | 322 563 | 322 563 |
Programmkosten insgesamt | 1 500 432 | 2 245 022 | 2 245 022 |
P104 – Partnerschaft mit ökumenischen Organisationen
Spezifisches Ziel | Beziehungen zu ökumenischen Organisationen stärken |
<h5 class="western">Verbindungen zu anderen Zielen</h5> | Direkte Verbindung: 1a Zusätzliche Verbindungen: mit allen Projekten, da die Beziehungen mit ökumenischen Organisationen durch die gesamte Arbeit des ÖRK gestärkt werden sollen. |
Beschreibung/ Hintergrund | Im Bestreben, die Kohärenz der ökumenischen Bewegung zu gewährleisten, arbeitet der ÖRK daran, mit einem breiten Spektrum ökumenischer Organisationen wirkungsvolle und gegenseitig bereichernde Partnerschaften zu entwickeln. Insbesondere erkennt er die besondere Rolle und die wichtigen Beiträge der regionalen ökumenischen Organisationen, nationalen Kirchenräte, internationalen ökumenischen Organisationen, kirchlichen/kirchennahen Dienste und Werke und weltweiten christlichen Gemeinschaften an. Dieses Projekt versucht, die Partnerschaft des ÖRK mit diesen ökumenischen Organisationen auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene zu vertiefen. Während praktisch die gesamte Programmarbeit des ÖRK in Konsultation mit ökumenischen Partnern erfolgt, wird dieses Projekt dazu dienen, die Beziehungen mit diesen Partnern zu koordinieren und einen Überblick darüber zu gewinnen. Es werden regelmäßige Treffen mit ökumenischen Partnern abgehalten werden, um nach Möglichkeiten weiterer Zusammenarbeit zu suchen. Zu den Aufgaben in diesem Bereich wird es gehören, die Arbeit des Forums voranzubringen und die koordinierende Rolle des ÖRK bei ACT-Entwicklung aufrechtzuerhalten (siehe P402 für Einzelheiten zu letzterem). Teil dieses Projekts ist auch die Aufrechterhaltung der Beziehungen mit der römisch-katholischen Kirche und den weltweiten christlichen Gemeinschaften. Mit diesen Gemeinschaften sollen vertrauensvolle und fruchtbare Beziehungen aufgebaut werden, die für alle Beteiligten und die ganze ökumenische Bewegung bereichernd sind. |
Zeitplan und Auslaufstrategie | Fortlaufende Aktivität des ÖRK. |
Arbeitsmethode | Die sich verändernde Kirchenlandschaft wie auch die Programmarbeit innerhalb der ökumenischen Bewegung regelmäßig erfassen und auswerten. Alle Aktivitäten im Rahmen dieses Projekts werden Kommunikation und enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Partnern sicherstellen. Die Jahresberichte werden dazu dienen, mit allen beteiligten Partnern und anderen, die an diesen Entwicklungen interessiert sind, Informationen über die Prozesse und Fortschritte auszutauschen. |
Beziehungen | Die Beziehungen mit ökumenischen Partnern und Nicht-Mitgliedskirchen sollen mit Hilfe eines Strategieplans, der regelmäßige Begegnungen mit spezifischen Gruppen von Partnern vorsieht, und Monitoring der programmatischen Zusammenarbeit gestärkt werden. |
Liste der Aktivitäten | P104-01 – Beziehungen mit ökumenischen Partnern Um Komplementarität, Zusammenhalt und Zusammenarbeit mit und unter den ökumenischen Partnern zu stärken, wird der ÖRK:
P104-02 – Gemeinsame Arbeitsgruppe ÖRK-RKK: gemäß einem Vorschlag der Gemeinsamen Arbeitsgruppe des ÖRK und der römisch-katholischen Kirche werden gegenwärtig Vorbereitungen für eine globale Konsultation der Nationalen Kirchenräte (NCCs) (2009 oder 2010) getroffen. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit der NCC-Verbindungsgruppe und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen. Erwartete Ergebnisse: eine gut vorbereitete globale Konsultation, die klären soll, unter welchen Bedingungen unterschiedliche christliche Traditionen über die bestehende Mitgliedschaft hinaus in den NCCs mitarbeiten können. Geplant sind regelmäßige Tagungen der Gemeinsamen Arbeitsgruppe des ÖRK und der römisch-katholischen Kirche (Exekutivgruppe halbjährlich; Plenum jährlich). Erwartete Ergebnisse: verstärkte Zusammenarbeit mit der römisch-katholischen Kirche innerhalb der einen ökumenischen Bewegung. P104-03 – Gemeinsame Beratungsgruppe ÖRK-Pfingstkirchen: Jährliche Tagungen der Gemeinsamen Beratungsgruppe des ÖRK und der Pfingstkirchen. Erwartete Ergebnisse: Durchführung der Tagungen der Beratungsgruppe. Verstärkte Kontakte, Gespräche und sogar Zusammenarbeit zwischen ÖRK-Stabsmitgliedern und –Mitgliedskirchen und pfingstlich orientierten und evangelikalen Gläubigen und Kirchen. Verstärkte Teilnahme von Pfingstlern und Evangelikalen an der nächsten ÖRK-Vollversammlung. Regelmäßige Analyse und Beurteilung der sich wandelnden Erscheinungsformen des Christentums (durch Einladung von Experten/innen aus verschiedenen Regionen und Traditionen nach Rücksprache mit Missionseinrichtungen, REOs und CWCs) Erwartete Ergebnisse: Berichte an Mitarbeiter/innen, Beratungs- und Leitungsgremien. |
Monitoring Evaluierung | Wird für alle Projekte in umfassender Weise stattfinden. |
Projektkosten 2007-2009
P104 – Partnerschaft mit ökumenischen Organisationen | 2007 | 2008 | 2009 |
Durchführungskosten |
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P104-01 - Beziehungen mit ökumenischen Partnern | 43 800 | 44 000 | 44 000 |
P104-02 - Gemeinsame Arbeitsgruppe ÖRK-RKK | 54 000 | 63 000 | 54 000 |
P104-03 – Gemeinsame Beratungsgruppe ÖRK-Pfingstkirchen | 36 400 | 36 400 | 36 400 |
Durchführungskosten insgesamt | 134 200 | 165 000 | 155 000 |
Personal- und personalabhängige Kosten | 214 458 | 214 458 | 214 458 |
Direkte Kosten | 348 658 | 379 458 | 369 458 |
Infrastrukturkosten | 92 161 | 92 161 | 92 161 |
Programmkosten insgesamt | 440 819 | 471 619 | 461 619 |
P105 – Junge Menschen und Frauen: Herausforderungen und Hoffnungen
Spezifisches Ziel | Raum für die Stimmen und Perspektiven von Frauen und Jugendlichen schaffen, damit diese einen Beitrag zur Gesellschaft und zur ökumenischen Bewegung leisten können. |
<h5 class="western">Verbindungen zu anderen Zielen</h5> | Direkte Verbindung: Ziel 1 Zusätzliche Verbindungen: zu allen Projekten des ÖRK, in denen Fürsprachearbeit für Frauen und Jugendliche geleistet und die Einhaltung der ihnen gegenüber eingegangenen Verpflichtungen überwacht wird. |
Beschreibung/ Hintergrund | Der ÖRK fördert die volle und kreative Beteiligung von Jugendlichen in allen Arbeitsbereichen. Im Rahmen dieses Projekts wird der ÖRK eine koordinierende Rolle spielen und jungen Menschen die Möglichkeit bieten, ihre Perspektiven in die gesamte Arbeit des ÖRK einzubringen. Der ÖRK wird jungen Erwachsenen den nötigen Raum bereitstellen, damit sie aktiver am Leben der Kirchen und der ökumenischen Bewegung teilnehmen können. Er wird die Einrichtung und Arbeit eines „Jugendgremiums“ sowie die Beteiligung von Stewards und Praktikanten/innen am Leben des ÖRK fördern. Ferner wird er die Arbeit mit lokalen und regionalen ökumenischen Jugendinitiativen im Rahmen des Weltjugendprogramms fortsetzen und die Schaffung eines ökumenischen Jugendnetzwerkes unterstützen, in dem die jungen Menschen im intensiven Dialog miteinander stehen und in enger Partnerschaft zusammenarbeiten. Der ÖRK wird die Anliegen und Perspektiven von Frauen in der ökumenischen Bewegung und im Leben der Kirchen und anderer ökumenischer Einrichtungen koordinieren. Er hat die Möglichkeit, Frauen aus verschiedenen christlichen Traditionen, Regionen und Generationen zusammenzubringen und einen echten Dialog unter ihnen in Gang zu bringen, sodass sie ihren Beitrag zur ökumenischen Vision und zum Streben nach Einheit leisten können. Der ÖRK wird seine langjährige Tradition fortsetzen und den Frauen Raum geben, damit sie die Kirchen in zentralen Fragen, die Auswirkungen auf das tägliche Leben der Frauen haben, herausfordern können. Dies wird in enger Beziehung mit anderen Programmen geschehen, die Frauen in die Behandlung einer Reihe von Themen einbeziehen, wie Frauen und wirtschaftliche Gerechtigkeit, Gewalt gegen Frauen, Frauen in einer religiös pluralen Welt. Als analytisches Instrument zur Konzeption von Rolle und Beitrag des ÖRK bei anderen in diesen Bereichen aktiven Netzwerken wird ein Gender-Ansatz dienen. |
Zeitplan und Auslaufstrategie | Hierbei handelt es sich um fortlaufende Projekte, da sie den Anliegen zweier wichtiger Gruppen innerhalb der ökumenischen Bewegung gewidmet sind. Die geleistete Arbeit wird jedoch nach drei Jahren evaluiert werden, um insbesondere zu prüfen, ob die Behandlung dieser Anliegen im Rahmen der Stärkung der Beziehungen mit Mitgliedskirchen die erwünschte Wirkung in den Kirchen erzielt hat. Diese Evaluierung wird zu einer Neuausrichtung des Programms und der Planung neuer Aktivitäten für den nächsten Zeitabschnitt führen. |
Arbeitsmethode | Der Schwerpunkt wird auf die Fürsprachearbeit für Frauen und Jugendliche gelegt werden. Aber es wird auch Raum für kreativen Dialog und gegenseitige Inspiration geschaffen werden, indem unterschiedliche Stimmen und Erfahrungen aus vielen verschiedenen Regionen, Konfessionen und – im Fall von Frauen - auch Generationen zusammengebracht werden. |
Beziehungen | Beziehungen und Arbeitspartnerschaften mit Kirchen, allen regionalen ökumenischen Organisationen, allen weltweiten christlichen Gemeinschaften, internationalen ökumenischen Organisationen, wie dem Weltbund der CVJF, CVJM International, dem Christlichen Studentenweltbund, Syndesmos usw., sind für den Erfolg dieser Arbeit von zentraler Bedeutung. |
Liste der Aktivitäten | P105-01 – Initiativen und Leitungsverantwortung junger Menschen a. Praktikanten/innen Der ÖRK wird eine regional und konfessionell sehr heterogene Gruppe junger Menschen zu einjährigen Praktika einladen. Drei Jugendliche werden von Oktober 2006 bis September 2007 in verschiedenen Bereichen der Programmarbeit eingesetzt und von ÖRK-Mitarbeitern/innen begleitet werden. Ziel der Praktika ist es, einerseits die Perspektiven junger Menschen in die Arbeit des ÖRK einzubringen und andererseits die ökumenische Arbeit auf lokaler und regionaler Ebene zu unterstützen, indem jungen Menschen Gelegenheit gegeben wird, ökumenisch zu lernen und zu wachsen und ihre Erfahrungen anschließend in ihre ökumenische Arbeit vor Ort einzubringen. Die drei Praktikanten/innen werden an einem ökumenischen Lernprogramm teilnehmen, das aus dem Studium von Büchern, wöchentlichen Workshops und Besuchen bei Mitgliedskirchen besteht. Nach der einjährigen Lern- und Arbeitsphase in den Genfer ÖRK-Büros wird jede/r Praktikant/in zuhause in seinem/ihren Heimatland ein eigenes ökumenisches Projekt entwickeln. Erwartete Ergebnisse: Drei Jugendliche werden an einem Praktikumsprogramm teilnehmen, ihre Erfahrungen auswerten und nach ihrer Rückkehr in die Heimat ein ökumenisches Projekt vorbereiten. b. Weltjugendprogramm (WYP) Junge ökumenische Führungskräfte aus aller Welt legen gemeinsam Schwerpunktthemen fest und verpflichten sich, in ökumenischem Geist gemeinsam an diesen Themen zu arbeiten. 2007 wird das WYP: den Austausch von Praktikanten/innen zwischen zwei Regionen koordinieren; Arbeitsprojekte unterstützen, die ausgehend von den gemeinsamen Schwerpunktthemen des WYP auf lokaler und regionaler Ebene durchgeführt werden; mit jungen ökumenischen Führungskräften an der Produktion eines Studienführers für den ÖRK arbeiten, der als DVD mit dem Titel „Facing the Future“ veröffentlicht und in der ökumenischen Arbeit auf regionaler Ebene eingesetzt werden wird. Erwartete Ergebnisse: Die Regionen werden sowohl an der Durchführung des WYP als auch an seiner Evaluierung beteiligt werden, um neue Strategien für dieses Programm zu entwickeln. c. Stewards-Programm und Seminar für die Heranbildung ökumenischer Führungskräfte Das Seminar wird eine regional und konfessionell heterogene Gruppe von 30 Jugendlichen versammeln, mit dem Ziel, einigen jungen Menschen mit Interesse an der Arbeit des ÖRK Gelegenheit zu geben, ihre ökumenische Leitungskompetenz zu stärken. Es handelt sich hierbei um eine interregionale Veranstaltung, die jungen Menschen ökumenische Lernerfahrungen und Kenntnisse vermitteln wird, die ihnen bei der Fortführung ihrer Arbeit auf lokaler Ebene von Nutzen sein werden. ÖRK-Stabsmitglieder werden das Seminar organisieren und durchführen und den Akzent auf den Informations- und Erfahrungsaustausch untereinander legen. Erwartete Ergebnisse: Das Seminar für die Heranbildung junger ökumenischer Führungskräfte wird mit dem Ziel organisiert, junge Menschen zuzurüsten, damit sie ihre ökumenische Arbeit in ihrem lokalen Kontext gestärkt fortführen können. d. Jugendgremium Die Neunte Vollversammlung des ÖRK hat die Einrichtung eines Jugendgremiums gefordert, das es jungen Menschen ermöglichen soll, ihre Vision von der ökumenischen Bewegung zu entfalten und stärker an den Entscheidungsfindungsmechanismen des Rates beteiligt zu werden. Diese Jugendlichen werden gemeinsam einen “think tank” bilden, mit dem sie ihre Vision, ihre Kritik und ihre Ideen in den ÖRK und die ökumenische Bewegung einbringen können. Die Tagungen des Jugendgremiums werden auch dazu dienen, die Zusammenarbeit zwischen Jugendorganisationen in der ökumenischen Bewegung zu stärken und neue Wege der Zusammenarbeit zu finden. 2007 wird das Jugendgremium eine fünftägige Tagung abhalten, die in Verbindung mit der Tagung der Ökumene-Referenten/innen in Genf, Schweiz, stattfinden wird. Dies wird den Jugendlichen Möglichkeiten eröffnen, Einfluss auf die Mitgliedskirchen im Blick auf die Beteiligung junger Menschen, die Übertragung von Leitungsaufgaben an Jugendliche und die Berücksichtigung der Perspektiven junger Menschen in der ökumenischen Bewegung auszuüben. Das Jugendgremium wird Schwerpunkte für die gemeinsame ökumenische Arbeit junger Menschen festlegen. Erwartete Ergebnisse: Das neu zu bildende Jugendgremium wird den ÖRK und seine Leitungsgremien beraten und die Beteiligung von Jugendlichen an allen Aspekten des Lebens des ÖRK überwachen. P105-02 –Frauenperspektiven für Kirche und Gesellschaft a. Tagung von Vertreterinnen regionaler ökumenischer Organisationen Diese Tagung von Vertreterinnen der Frauenprogramme regionaler ökumenischer Organisationen und einiger weltweiter christlicher Gemeinschaften wird im März 2007 in Genf stattfinden. 15 Frauen werden an dieser Tagung teilnehmen, die folgende Ziele verfolgt: Austausch von Informationen über regionale Anliegen und Herausforderungen sowie über die Arbeit, die in den verschiedenen Regionen für den kommenden Zeitabschnitt geplant ist; Entwicklung einer gemeinsamen Agenda für frauenspezifische Anliegen; Planungen für die Fortsetzung der Arbeit zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen; Reflexion über die koordinierende Rolle des ÖRK in Bereichen wie Frauen und interreligiöser Dialog, Frauen als Opfer des Rassismus und Frauen und wirtschaftliche Gerechtigkeit; Reflexion über eine Methode für den Dialog zwischen Frauen verschiedener Traditionen, Regionen und Altersgruppen. Erwartete Ergebnisse: Frauen aus den regionalen Kirchenräten werden mit Vertreterinnen einiger CWCs zusammenkommen und eine gemeinsame Agenda planen. b. Überwindung von Gewalt gegen Frauen und Kinder Die Arbeit zur Überwindung von Gewalt gegen Frauen und Kinder wird zusammen mit ökumenischen Organisationen, Theologinnen und Frauen, die in Gemeinwesenorganisationen arbeiten, gezielt in einer Region pro Jahr durchgeführt werden und sich auf die Ausarbeitung von Informationsmaterialien, Materialien für Bibelstudien etc. konzentrieren, die dazu dienen sollen, Gemeinden zu mobilisieren und stärker in die Überwindung von Gewalt gegen Frauen und Kinder einzubeziehen. 2007 wird der Schwerpunkt auf Afrika liegen, 2008 auf dem Pazifik und 2009 auf dem Nahen Osten. Erwartete Ergebnisse: Die intensive Arbeit mit der afrikanischen Region wird wie geplant durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen. c. Planungstagung mit orthodoxen Frauen In Griechenland wird im Juni eine kleine Tagung orthodoxer Frauen stattfinden. Diese Tagung mit acht Teilnehmerinnen wird den orthodoxen Frauen Gelegenheit bieten, eine Strategie für ihre Beteiligung an der Arbeit des ÖRK auszuarbeiten. Unter anderem werden sie die nächsten Schritte für eine interorthodoxe Frauentagung im Jahr 2008 beschließen. Erwartete Ergebnisse: Orthodoxe Frauen werden zusammenkommen und die Arbeit für den kommenden Zeitabschnitt planen. d. Arbeit mit ökumenischen Frauennetzwerken Der ÖRK wird auch weiterhin mit ökumenischen Frauennetzwerken in den Regionen zusammenarbeiten und sie in ihren Bemühungen unterstützen, Einfluss auf die Arbeit der Kirchen zu nehmen. Zu diesen Netzwerken gehören u. a. der Weltbund der CVJF, das Asian Women’s Resource Centre und der Circle of Concerned African Women Theologians. Teil dieser Arbeit wird es sein, Besuche durchzuführen und an kleinen Tagungen teilzunehmen. Erwartete Ergebnisse: Der ÖRK wird die Netzwerke von Frauen stärken und ihre Bemühungen unterstützen, die Kirchen in ihren jeweiligen Kontexten herauszufordern. |
Monitoring Evaluierung | Wird für alle Projekte in umfassender Weise stattfinden. |
Projektkosten 2007-2009
P105 – Junge Menschen und Frauen: Herausforderungen und Hoffnungen | 2007 | 2008 | 2009 |
Durchführungskosten |
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P105-01 – Initiativen und Leitungsverantwortung junger Menschen | 465 130 | 475 000 | 475 000 |
P105-02 –Frauenperspektiven für Kirche und Gesellschaft | 164 870 | 175 000 | 175 000 |
Durchführungskosten insgesamt | 630 000 | 685 000 | 685 000 |
Personal- und personalabhängige Kosten | 376 458 | 376 458 | 376 458 |
Direkte Kosten insgesamt | 1 006 458 | 1 061 458 | 1 061 458 |
Infrastrukturkosten | 184 322 | 184 322 | 184 322 |
Projektkosten insgesamt | 1 190 780 | 1 245 780 | 1 245 780 |
P2 - Einheit, Mission und Spiritualität
P201 – Berufen, die eine Kirche zu sein
<h5 class="western">Spezifisches Ziel</h5> | Die Kirchen in ihren Bemühungen ermutigen und stärken, (1) einander zur sichtbaren Einheit aufzurufen und (2) die grundlegenden theologischen, lehrmäßigen und sozialen Fragen, die sie auch weiterhin spalten, aufzugreifen. |
Verbindungen zu anderen Zielen | Direkte Verbindung: Ziel 2a. Zusätzliche Verbindungen: zu Spiritualität und Gottesdienst (2b) und zur Verpflichtung auf eine integrative Kirche (2c); sowie zur Arbeit für den theologischen Zusammenhalt der ökumenischen Bewegung (1.b) und zum Thema Glaube im Kontext von Wissenschaft und neuen Technologien (4b). |
Beschreibung/ Hintergrund | Die Kirche ist eins in Christus – aber die Kirchen sind in grundlegenden theologischen und ethischen Fragen, durch gesellschaftliche und kulturelle Faktoren oder durch die Erinnerung an vergangene Konflikte zu oft gespalten. Als Antwort auf den Auftrag der Neunten Vollversammlung, die Arbeit zu Ekklesiologie, Taufe, den ethischen und gesellschaftlichen Ursachen der Spaltung und anderen Fragen im Zusammenhang mit der sichtbaren Einheit der Kirche fortzusetzen, wird dieses Projekt den Kirchen helfen, die Verantwortung, die sie als Glieder des einen Leibes Christi füreinander tragen, verstärkt wahrzunehmen und sich mit dem vollen Spektrum der Fragen, die sie spalten, - theologische, gesellschaftliche, historische Fragen - auseinanderzusetzen. |
Zeitplan und Auslaufstrategie | 2007-2009 Allgemein: Die Kirchen (und/oder andere Zielgruppen, z.B. Netzwerke von Theologen/innen und Ethikern/innen) erhalten für jede Aktivität: (1) einen abschließenden Bericht über die geleistete Arbeit, (2) die Arbeitsergebnisse bzw. veröffentlichten Materialien, (3) Vorschläge für deren Verwendung innerhalb der Kirche und Ökumene und (4) Vorschläge für Berichterstattung und Rückmeldung. Dies wird in diesem Zeitabschnitt zeitspezifischer gehandhabt. |
Arbeitsmethode | Regionale Tagungen, Veröffentlichungen und das Internet werden dazu genutzt werden, im Prozess der Ausarbeitung von Stellungnahmen zu den Studiendokumenten “Berufen, die eine Kirche zu sein“ und „Wesen und Auftrag der Kirche“ in kreative Interaktion mit Kirchen und anderen Partnern zu treten. Besondere ökumenische Partner, wie die weltweiten christlichen Gemeinschaften und die vereinigten und sich vereinigenden Kirchen werden einbezogen werden, um ein breites Spektrum kirchlicher Sichtweisen zu erhalten und die unterschiedlichen Partner zur Koordinierung ihrer Stellungnahmen zu ermutigen. Bei diesen Diskussionen wird der ÖRK Netzwerke von Theologen/innen aus verschiedenen Regionen, Traditionen, Sprachen und Kulturen einbeziehen und gleichzeitig die Beteiligung von Frauen, Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen sicherstellen. Eines der Instrumente zur praktischen Umsetzung dieser Methode wird ein interaktives Forum im Internet sein, das von einem Stabsmitglied als Diskussionsleiter koordiniert werden wird. Die Mitwirkung von Missionsexperten/innen wird integraler Bestandteil dieser Prozesse sein. Einzelne sensible Punkte, die sich aus den Stellungnahmen herauskristallisieren lassen, werden zusammengestellt werden, um die weitere Arbeit in diesen Bereichen zu planen. Personen aus Netzwerken jüngerer Theologen/innen und Jugendliche, die in Kontakt mit dem ÖRK stehen, werden in alle Arbeitsphasen des Projekts einbezogen werden. Über das Projekt hinaus: Kirchen (und andere Partner) werden ermutigt werden, sich nach der Bedeutung dieses Projekts für ihr eigenes Leben, einschließlich ihrer Beziehungen mit anderen Kirchen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene, zu fragen. |
Beziehungen | Zusammenarbeit mit allen ÖRK-Mitgliedskirchen und einigen Nicht-Mitgliedskirchen (vor allem Kirchen, die voll in der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung mitarbeiten). Gezielte Zusammenarbeit mit den vereinigten und sich vereinigenden Kirchen; zudem Arbeitsbeziehungen mit den CWCs und REOs (zur verstärkten Einbeziehung regionaler Sichtweisen) und Erneuerung der Beziehungen mit theologischen Fakultäten, Studienzentren, Akademien usw.. |
Liste der Aktivitäten | P201-01 – Wesen und Auftrag der Kirche: Konsultation mit Kirchen, regionale Konsultationen und Teambesuche, um gemäß dem Auftrag der Neunten Vollversammlung des ÖRK Stellungnahmen von Kirchen (und anderen) zum Text “Berufen, die eine Kirche zu sein” und zu dem ergänzenden Text Wesen und Auftrag der Kirche (englische Fassung: F&O Paper No. 198; deutsche Übersetzung noch unveröffentlicht) einzuholen, die den Kirchen bereits offiziell vorgelegt worden sind. Fortlaufende Evaluierung der Ergebnisse durch die Kommission für Glauben und Kirchenverfassung (mit Beiträgen von anderen internen und externen Partnern), wobei Glauben und Kirchenverfassung dem Zentralausschuss gemäß dem Auftrag der Neunten Vollversammlung regelmäßig Bericht erstatten wird. Missionsexperten/innen werden einbezogen werden. Erwartete Ergebnisse: Stellungnahmen von den meisten ÖRK-Mitgliedskirchen und vielen anderen Partnern; erneuertes Bekenntnis zum Dialog; neue Klärung von Fragen, die die Kirchen heute einen – und spalten. P201-02 Auf dem Weg zur sichtbaren Einheit: Theologische Studien: Die Kommission für Glauben und Kirchenverfassung wird kritische Fragen, die die Kirchen auch heute noch spalten, herausarbeiten (z.B. die besonderen Faktoren, die einer gemeinsamen Eucharistie im Weg stehen, unterschiedliche ethische Positionen, die auf ein unterschiedliches Verständnis vom Menschen (Anthropologie) zurückzuführen sind, oder Spaltungen der menschlichen Gemeinschaft durch Ethnizismus und Nationalismus, die auch die Kirchen trennen). Ein oder zwei ausgewählte Themen werden auf besonderen Konsultationen untersucht werden. Als Grundlage werden neuere Materialien und andere ökumenische Texte (z.B. zur Taufe, zur theologischen Anthropologie, zur ethnischen und nationalen Identität und deren Beziehung zur Einheit) dienen. Die Kommission wird weitere Möglichkeiten prüfen, wie die Kirchen sich auf ein gemeinsames Osterdatum einigen können. Erwartete Ergebnisse: kreative theologische Arbeit zu zwei Themen, die für das Streben der Kirchen nach Einheit in der heutigen Zeit entscheidend sind. P201-03 – Auf dem Weg zur gegenseitigen Anerkennung der Taufe: Hierbei handelt es sich um einen komplementären Prozess, der darauf abzielt, Kirchen, Liturgiker/innen und andere Gruppen in die Diskussion des Studientextes von Glauben und Kirchenverfassung über die Taufe (“Auf dem Weg zur gegenseitigen Anerkennung der Taufe ”) einzubeziehen, um so zu einer breiteren gegenseitigen Anerkennung der Taufe zu gelangen und diese Anerkennung im Leben der Ortskirchen in die Praxis umzusetzen. Zusätzlich soll die Erinnerung an das 25-jährige Jubiläum von Taufe, Eucharistie und Amt im Jahr 2007 dazu dienen, den Blick nach vorne und nicht in die Vergangenheit zu richten. Erwartete Ergebnisse: erneuertes Bekenntnis zum Streben nach sichtbarer Einheit und zu einer ökumenischen Reise mit wachsender Beteiligung und zur gegenseitigen Anerkennung der Taufe; Benennung und Weiterarbeit an kirchenspaltenden Fragen im Zusammenhang mit der Taufe. P201-04 – Auf dem Weg zur Einheit: sich vereinigende Kirchen und CWCs: Durchführung von Konsultationen mit vereinigten und sich vereinigenden Kirchen und weltweiten christlichen Gemeinschaften, mit dem Ziel, unterschiedliche Erfahrungen und Konzepte sichtbarer Einheit zu untersuchen; Identifizierung strategisch wichtiger Fragen für die weitere Diskussion und Übernahme einer koordinierenden Rolle in bilateralen Dialogen. Erwartete Ergebnisse: kreative Interaktion zwischen diesen Partnern (und ihrer Erfahrung und Expertise) und der ökumenischen Bewegung als ganzer. P201-05 – Kommission für Glauben und Kirchenverfassung: Interaktion mit und Organisation von Tagungen der Ständigen Kommission und dem Plenum der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung, die von den ÖRK-Mitgliedskirchen (und anderen, einschließlich der römisch-katholischen Kirche und der Pfingstkirchen), als primärer Bezugspunkt für die Arbeit auf dem Weg zur sichtbaren Einheit und zur Überwindung der zwischenkirchlichen Spaltungen bestimmt worden sind. Erwartete Ergebnisse: Beaufsichtigung (im Rahmen des ÖRK) und Begleitung der Arbeit zur Verwirklichung sichtbarer Einheit; Einbindung der Kommissionsmitglieder als „Fürsprecher/innen“, die sich in ihrer jeweiligen Konfession und Ortskirche aktiv für die Einheit und für die ökumenische Bewegung im Allgemeinen einsetzen. |
Monitoring und Evaluierung | Wird für alle Projekte in umfassender Weise stattfinden. |
Projektkosten 2007-2009
P201 – Berufen, die eine Kirche zu sein | 2007 | 2008 | 2009 |
Durchführungskosten |
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P201-01 – Wesen und Auftrag der Kirche | 31 460 | 36 000 | 36 000 |
P201-02 – Auf dem Weg zur sichtbaren Einheit: theologische Studien | 13 000 | 0 | 0 |
P201-03 – Auf dem Weg zur gegenseitigen Anerkennung der Taufe | 23 400 | 2 000 | 10 000 |
P201-04 – Auf dem Weg zur Einheit: sich vereinigende Kirchen und CWCs | 12 600 | 150 000 | 5 000 |
P201-05 – Kommission für Glauben und Kirchenverfassung | 86 430 | 65 000 | 65 000 |
Durchführungskosten insgesamt | 166 890 | 253 000 | 116 000 |
Personal- und personalabhängige Kosten | 405 729 | 405 729 | 405 729 |
Direkte Kosten insgesamt | 572 619 | 658 729 | 521 729 |
Infrastrukturkosten | 184 322 | 184 322 | 184 322 |
Projektkosten insgesamt | 756 941 | 843 051 | 706 051 |
P202 – Spiritualität und Gottesdienst im ökumenischen Kontext
<h5 class="western" align="justify">Spezifisches Ziel</h5> | Traditionelle und neuere Dimensionen des geistlichen Lebens in der ökumenischen Bewegung fördern und erforschen. |
Verbindungen zu anderen Zielen | Direkte Verbindung: Ziel 2b. Zusätzliche Verbindungen: mit anderen Zielsetzungen in der Arbeit zur Stärkung des Lebens der Kirchen in der ökumenischen Bewegung (1a und 1 b) sowie (2a). |
Beschreibung/ Hintergrund | Der ÖRK wird verschiedene Ausdrucksformen der Spiritualität in den Kirchen sowie die Art und Weise, wie diese das Leben dieser Kirchen und ihr Streben nach Einheit stärken, untersuchen. Dabei sollten die geistlichen Erfahrungen von Gemeinschaften wie Taizé, Grandchamp und Iona sowie von Frauen und Jugendlichen berücksichtigt werden. Auch die spirituelle Kraft eines authentischen evangelistischen Zeugnisses sollte untersucht werden. Der ÖRK wird untersuchen, welche Bedeutung der Gottesdienst als integraler Bestandteil des Lebens der Kirchen und des Strebens nach Einheit hat, und dabei auch Dimensionen des sakramentalen Lebens, des Gebets und der Bibelarbeit einbeziehen. Er wird Gottesdienstmaterialien ausarbeiten und sammeln und die Reflexion über die Bedeutung des Gottesdienstes und geistlichen Lebens in ökumenischen Kontexten fördern. |
Zeitplan und Auslaufstrategie | Dieses Projekt wird 2007 anlaufen. Anfang 2009 wird es evaluiert und in den darauf folgenden Jahren gegebenenfalls mit neuen Schwerpunkten fortgeführt werden. Es handelt sich hierbei um ein fortlaufendes Anliegen des ÖRK, aber die konkreten Aktivitäten und nächsten Arbeitsetappen dieses Projekts werden nach der Evaluierung am Ende der drei Jahre festgelegt werden. |
Arbeitsmethode | Theologische Reflexion über das gottesdienstliche und geistliche Leben von Kirchen und christlichen Gemeinschaften, unter Berücksichtigung bereits zuvor vom ÖRK und anderen ökumenischen Einrichtungen geleisteter Arbeit in diesen Bereichen. Durchführung themenspezifischer Workshops als Instrument zur Beschäftigung mit Fragen geistlichen und gottesdienstlichen Lebens, unter Berücksichtigung von Beiträgen junger Erwachsener. Nutzung des Internets zur Sammlung von Informationen über Praktiken gottesdienstlichen und geistlichen Lebens - als Instrument zur Analyse und Reflexion. Anwendung professionellen Fachwissens in den Bereichen Gottesdienst, geistliches Leben und Kommunikation zur Ausarbeitung von Materialien, die den Kirchen zugänglich gemacht werden. |
Beziehungen | Stärkung der Beziehungen mit Mitgliedskirchen und ökumenischen Partnern durch gemeinsame Andachten und das Miteinanderteilen geistlicher Erfahrungen. Die Beziehungen mit Erneuerungsgemeinschaften und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen werden wichtige Elemente dieser Arbeit sein und sollen einen sensiblen Umgang mit kostbaren Texten, Symbolen und Praktiken aus einer großen Vielfalt christlicher Traditionen gewährleisten. |
Liste der Aktivitäten | P202-01 – Ökumenische Erforschung der Spiritualität: Durchführung einer Konsultation zur Sondierung der zukünftigen Themen, mit denen sich der ÖRK im Bereich der Spiritualität beschäftigen wird. An dieser Konsultation werden Vertreter/innen der ÖRK-Mitgliedskirchen, Theologen/innen, Gemeinschaften wie Taizé, Grandchamp und Iona und Frauen und Jugendliche teilnehmen. Erwartetes Ergebnis: den besonderen Beitrag, den der ÖRK zu den Diskussionen über Spiritualität leisten kann, besser verstehen. Zwei Workshops zur Erforschung der Spiritualität, die unser gemeinsames Leben erbaut, werden folgenden Themen gewidmet sein: a) Spiritualität in Gottesdienst und Gebetsleben, b) Gottesdienst und Theologie (Fragen einer “gemeinsamen Spiritualität” und “gemeinsamen Andacht”); c) Spiritualität einer authentischen Evangelisation; d) Spiritualität der Heilung und heilender Gemeinschaften (letztere als Teil eines Prozesses zur Ausarbeitung seelsorgerlicher Richtlinien für den Aufbau offener, heilender und Zeugnis ablegender Gemeinschaften). Erwartetes Ergebnis: Einsichten in verschiedene Dimensionen der Spiritualität gewinnen und diese Einsichten mit den Kirchen teilen. P202-02 – Unsere kostbaren Gaben: Gottesdienst und Spiritualität: Produktion von Materialien zum geistlichen und gottesdienstlichen Leben, die den Bedürfnissen unterschiedlicher Mitglieder des ÖRK und anderer ökumenischer Partner entsprechen. Diese Materialien werden in Form von Print- und elektronischen Medien zur Verfügung gestellt und in einer Materialsammlung zu gottesdienstlichem und geistlichem Leben zugänglich gemacht. Diese Aktivität schließt auch die Auseinandersetzung mit Fragen des „gerechten Zugangs“ zu Gottesdienst- und geistlichen Materialien ein, wie z.B. rechtliche und ethische Fragen im Zusammenhang mit Urheberrechten und „Eigentum“. Erwartete Ergebnisse: neue und klassische Materialien werden zugänglich gemacht; Fragen des geistigen Eigentums werden geklärt und geregelt. Unterstützung und Koordinierung des gottesdienstlichen Lebens bei wichtigen Veranstaltungen des ÖRK und seiner ökumenischen Partner. Erwartete Ergebnisse: professionell vorbereitete Gottesdienste bei wichtigen Veranstaltungen. P202-03 – Gebetswoche für die Einheit der Christen: Die Vorbereitungen werden sich auf die kreative Nutzung von Materialien auf ortskirchlicher Ebene konzentrieren. Im Zusammenhang damit steht auch die Feier des hundertjährigen Jubiläums der Gebetswoche im Jahr 2008. Erwartete Ergebnisse: Stärkung der Gebetswoche; Feier ihres hundertjährigen Jubiläums. |
Monitoring Evaluierung | Wird für alle Projekte in umfassender Weise stattfinden. |
Projektkosten 2007-2009
P202 – Spiritualität und Gottesdienst im ökumenischen Kontext | 2007 | 2008 | 2009 |
Durchführungskosten |
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P202-01 – Ökumenische Erforschung der Spiritualität | 26 000 | 57 000 | 68 000 |
P202-02 – Unsere kostbaren Gaben: Gottesdienst und Spiritualität | 24 000 | 31 000 | 26 000 |
P202-03 – Gebetswoche für die Einheit der Christen | 40 000 | 49 000 | 28 000 |
Durchführungskosten insgesamt | 90 000 | 137 000 | 122 000 |
Personal- und personalabhängige Kosten | 465 729 | 465 729 | 465 729 |
Direkte Kosten insgesamt | 555 729 | 602 729 | 587 729 |
Infrastrukturkosten | 184 322 | 184 322 | 184 322 |
Projektkosten insgesamt | 740 051 | 787 051 | 772 051 |
P203 – Ökumenische Perspektiven zu Mission und Einheit
<h5 class="western">Spezifisches Ziel</h5> | Der ÖRK übernimmt eine führende Rolle im internationalen Vorbereitungsprozess für die Feier zum hundertjährigen Jubiläum der Weltmissionskonferenz, die 1910 in Edinburgh stattgefunden hat, und bringt seine besonderen ökumenischen Perspektiven und Erfahrungen in diesen Prozess ein. Dasselbe gilt für den internationalen Dialog und die Debatte über Mission und Evangelisation im 21. Jahrhundert. Der ÖRK setzt sich für eine größere Synergie zwischen den verschiedenen Akteuren der Missionsarbeit und zwischen ihnen und den Kirchen ein. |
Verbindungen zu anderen Zielen | Direkte Verbindung: Ziel 2a Zusätzliche Verbindungen: zur ökumenischen Vision des ÖRK und zu seinen Mitgliedskirchen (I.b); zur theologischen Plattform, da dies integraler Bestandteil der Arbeit sein wird (1.b); zu den Beziehungen des ÖRK mit Nicht-Mitgliedskirchen (1.c); zum Streben nach integrativen Gemeinschaften (2c); zur sich wandelnden Kirchenlandschaft und Migration (4a); zu Gesundheit und Heilen (4c) sowie zur Herausforderung der religiösen Pluralität (6a). Bei all diesen handelt es sich um Herausforderungen für die Mission der Kirchen. |
Beschreibung/ Hintergrund | Zur Vorbereitung der Feiern zum hundertjährigen Jubiläum der Weltmissionskonferenz ist ein internationaler, interkonfessioneller und dezentralisierter Studienprozess zur Mission in Gang gesetzt worden. Als institutioneller Ausdruck (auf weltweiter Ebene) der Bewegung, die in Edinburgh ihren Anfang genommen und zur Integration von Kirche und Mission geführt hat, hat der ÖRK in den ersten Phasen des Studienprozesses mitgewirkt und steht jetzt vor der Herausforderung, bei den Vorbereitungen für die Jubiläumsveranstaltungen 2010 sowie den Veranstaltungen selbst eine führende Rolle zu übernehmen. Eine ausführliche Beschreibung des Prozesses, in der die fünf Zielsetzungen und die neun zentralen Missionsthemen erklärt werden, mit denen sich die ökumenische Bewegung weltweit befassen wird, ist auf Anfrage erhältlich. |
Zeitplan und Auslaufstrategie | 2007-2009 (Vorbereitung auf 2010). Der Prozess “Horizont Edinburgh 2010” wird inhaltlich zur Missionskonferenz 2010 (bzw. zu den Konferenzen) beitragen und damit seinen Hauptzweck erfüllen. Die Suche nach einem zeitgemäßen ökumenischen Verständnis von Mission und Evangelisation und einer entsprechenden Praxis ist jedoch nicht zeitlich begrenzt und wird auch nach den Feiern im Jahr 2010 die wichtigste Herausforderung darstellen. Kontinuität ist auch beim Aufbau und der Vertiefung der Beziehungen mit Evangelikalen, Pfingstlern und Missionseinrichtungen wesentlich. |
Arbeitsmethode | Mitwirkung in einem internationalen Netzwerk- und Studienprozess, der über die ÖRK-Gemeinschaft hinausgeht und zu dem der ÖRK einen besonderen ökumenischen Beitrag leisten kann. Schritte und Inhalte werden mit den beteiligten Partnern abgesprochen und richten sich nach dem vereinbarten Prozessablauf. Der ÖRK wird eine führende Rolle bei der Organisation einer Konferenz für Weltmission und Evangelisation 2010 übernehmen und dies soweit wie möglich mit den Partnern in der ökumenischen Bewegung – innerhalb, aber auch außerhalb der ÖRK-Gemeinschaft - koordinieren,. Dies wird die Beziehungen des ÖRK mit Missionseinrichtungen und mit den evangelikalen und pfingstlich orientierten Kirchen stärken. |
Beziehungen | Vertiefung der Kontakte und Dialoge mit Pfingstlern und Evangelikalen sowie mit Missionseinrichtungen im Norden und Süden und mit CWCs (insbesondere LWB und RWB). Beteiligung der Gruppe junger Missionstheologen/innen, verschiedener Jugendorganisationen, Zusammenarbeit mit der International Association for Mission Studies (IAMS) und ihren nationalen oder regionalen Mitgliedern sowie mit den Netzwerken zu Gesundheit/Heilen und EDAN. |
Liste der Aktivitäten | P203-01 – Vorbereitung der Feiern und der Konferenz 2010: Der ÖRK wird in Partnerschaft mit der International Association for Mission Studies, ausgewählten CWCs (wie RWB und LWB) und anderen Teilnehmenden am Prozess „Horizont Edinburgh 2010“ 2010 eine Konferenz für Weltmission und Evangelisation veranstalten, die Teil der Jubiläumsveranstaltungen sein wird. Die Arbeitsbelastung durch diese Aktivität, die sich mit Aktivität 2 überschneidet, wird Ende 2008 und 2009 zunehmen. Im Rahmen dieser Aktivität wird auch die International Review of Mission (direktes Ergebnis von Edinburgh 1910) veröffentlicht, die eines der Instrumente zur Unterstützung und Information über den in Aktivität 2 genannten Studienprozess ist. Über die Zukunft dieser Veröffentlichung nach 2010 wird nachgedacht werden. Erwartetes Ergebnis: Abhaltung einer ökumenischen Weltmissionskonferenz 2010. P203-02 – Studie über Mission, Evangelisation und Einheit: Beteiligung an der Koordinierung des internationalen Studienprozesses “Perspektive Edinburgh 2010”. Der ÖRK wird besonders Beiträge von Mitgliedskirchen, kirchlichen Missionseinrichtungen, Studienzentren/theologischen Fakultäten und dem Netzwerk junger Missionstheologen/innen hervorheben, die sich spezifisch mit neuen Entwicklungen im ökumenischen Verständnis und der ökumenischen Praxis von Mission und Evangelisation befassen. Besondere Betonung wird dabei auf die Verbindung zwischen Evangelisation und Einheit und zwischen Mission und Heilung gelegt werden. Darüber hinaus werden Missionstheologen/innen aufgefordert werden, zum Reflexionsprozess über Ekklesiologie beizutragen (P201). Teil des Studienprozesses werden Konsultationen, Netzwerkarbeit und Tagungen von Missionstheologen/innen und -praktikern/innen in den Jahren 2007, 2008 und eventuell auch 2009 sein. Erwartetes Ergebnis: intensivere Gespräche und Zusammenarbeit zwischen leitenden Vertretern/innen, Theologen/innen und anderen „Stakeholdern“ in den Bereichen Mission, Evangelisation und heilender Dienst, die ein breites Spektrum von Kirchen und Bewegungen vertreten. Auswertung neuer Entwicklungen in Theologie und Praxis von Mission und Evangelisation nach der Konferenz in Athen. Je nach Lage der Dinge Vorlage von Zwischenergebnissen in verschiedenen Phasen des Prozesses. Ende 2009 Abschlussveröffentlichung (oder Beitrag zu Veröffentlichungen), die in die Feiern von 2010 und die nachfolgende Arbeit einfließen wird. P203-03 - Kommission für Weltmission und Evangelisation: Vorbereitung und Organisation von Tagungen der CWME-Kommission im Frühjahr 2007 und Anfang 2009 und zusätzlichen erweiterten Tagungen von CWME-Amtsträger/innen (z.B. zur Koordinierung mit den Amtsträgern/innen anderer ÖRK-Kommissionen). Entwicklung geeigneter Möglichkeiten zur stärkeren Vernetzung von Leitern/innen von Missionseinrichtungen untereinander und mit der Arbeit des ÖRK in den Bereichen Mission und Evangelisation. Eines der Ziele des Prozesses „Horizont Edinburgh 2010“ ist der verstärkte Austausch zwischen Missionsleitern/innen des Nordens und des Südens. Erwartetes Ergebnis: Stärkung der Zusammenarbeit und Netzwerkarbeit der verschiedenen Partner, die in der CWME-Kommission vertreten sind: Missionsräte (einschl. Räten, die nicht in Beziehung zum ÖRK stehen), ÖRK-Mitgliedskirchen, römisch-katholische Kirche, pfingstlich orientierte und evangelikale Kirchen und Missionseinrichtungen. Über die Kommission können diese Missionspartner, die ein breites Spektrum von Einrichtungen und Bewegungen vertreten, den ÖRK in seiner Mitwirkung im Prozess „Horizont Edinburgh 2010“ begleiten und ihn in diesem und anderen Programmen zu den Themen Mission und Evangelisation beraten. |
Monitoring Evaluierung | Wird für alle Projekte in umfassender Weise stattfinden. |
Projektkosten 2007-2009
P203 – Ökumenische Perspektiven zu Mission und Einheit | 2007 | 2008 | 2009 |
Durchführungskosten |
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P203-01 – Vorbereitung der Feiern und der Konferenz 2010 | 159 950 | 83 000 | 113 000 |
P203-02 – Studie über Mission, Evangelisation und Einheit | 62 200 | 100 000 | 40 000 |
P203-03 - Kommission für Weltmission und Evangelisation | 79 500 | 20 000 | 94 000 |
Durchführungskosten insgesamt | 301 650 | 203 000 | 247 000 |
Personal- und personalabhängige Kosten | 406 691 | 406 691 | 406 691 |
Direkte Kosten insgesamt | 708 341 | 609 691 | 653 691 |
Infrastrukturkosten | 184 322 | 184 322 | 184 322 |
Projektkosten insgesamt | 892 663 | 794 013 | 838 013 |
P204 – Gerechte und integrative Gemeinschaften
<h5 class="western" align="justify">Spezifisches Ziel</h5> | Raum für Dialog, theologische Reflexion und sinnvolle Partizipation von Menschen schaffen, die in kirchlichen Gemeinschaften und in der Gesellschaft häufig Ausgrenzung erleben (Rassismusopfer, Menschen mit Behinderungen, indigene Völker und Dalits). |
Verbindungen zu anderen Zielen | Direkte Verbindung: Ziel 2c. Zusätzliche Verbindungen: Dieses Projekt steht in Verbindung mit Ziel 1c, bei dem es um die Mitwirkung von Mitgliedskirchen in der Gemeinschaft geht, denn die Herausforderung besteht darin, Kirchen für Praktiken der Diskriminierung und Ausgrenzung in ihrem eigenen Umfeld stärker zur Rechenschaft zu ziehen. Ziel ist es, die Beteiligung von Frauen, Jugendlichen, Menschen mit Behinderungen, indigenen Völkern und Dalits und rassischen/ethnischen Minderheiten im Leben des ÖRK auszuweiten. Dieses Projekt steht auch in Verbindung mit Ziel 3b und 3c. Die Diskriminierung und Ausgrenzung dieser Gemeinschaften muss vor UN-Organisationen und andere zwischenstaatliche Einrichtungen gebracht werden. |
Beschreibung/ Hintergrund | Seit seiner Gründung hat der ÖRK Raum für Menschen mit Behinderungen, indigene Völker, Dalits und Opfer von Rassismus geschaffen. Er hat ihren Stimmen und Erfahrungen Gehör geschenkt und sie in ihren Kämpfen unterstützt. Die Solidarität des ÖRK mit diesen Gruppen hat auch den Rahmen für deren eigenes Ringen um Achtung und Menschenwürde in ihrem jeweiligen lokalen Kontext geschaffen, wo sie Kirchen und Gesellschaft dazu herausgefordert haben, gerechtere, integrativere, Anteil nehmende Gemeinschaften zu werden, in denen sich alle Menschen willkommen geheißen fühlen. Die Überwindung des Rassismus und das Engagement für Leben und Menschenwürde derer, die aufgrund ihrer Hautfarbe oder Herkunft diskriminiert werden, stehen seit mehreren Jahrzehnten ganz oben auf der Tagesordnung des ÖRK. Leider ist der Kampf derer, die von Rassismus betroffen sind, keineswegs beendet, da immer neue Formen von Rassismus auftauchen und de facto ist gegenwärtig eine Zunahme rassistisch bedingter Gewalt zu verzeichnen. Die Arbeit des ÖRK wird sich auf die Herausforderung konzentrieren, vor der die Kirchen stehen, nämlich dem Rassismus in ihren eigenen Strukturen und ihrem eigenen Leben den Kampf anzusagen. Das Ökumenische Aktionsbündnis von und für Menschen mit Behinderungen hat den Rahmen dafür geschaffen, dass bei der Entwicklung regionaler und globaler Netzwerke von Menschen mit Behinderungen große Erfolge verzeichnet werden konnten und dass die bei den Kirchen geleistete Überzeugungsarbeit, Kirche aller zu werden, positive Ergebnisse gebracht hat. Der Beitrag des ÖRK zur Ausarbeitung einer UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und die Auseinandersetzung mit Fragen wie wirtschaftliche Globalisierung und ihre Auswirkung auf Menschen mit Behinderungen, Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen usw. müssen auf der Tagesordnung des ÖRK bleiben. Die Gemeinschaften indigener Völker sind seit Jahrhunderten fortwährender Diskriminierung ausgesetzt und der ÖRK hat diesen Völkern in ihrem Kampf um ihr Land, ihre Sprache und das Überleben ihrer Kultur solidarisch beigestanden. Er muss dies auch weiterhin tun und die Mitgliedskirchen des ÖRK müssen sich die Anliegen indigener Völker zu Eigen machen und sie zu einem integralen Bestandteil ihres Lebens werden lassen. Die Dalits leben in gesellschaftlichen Organisationsformen, die bestimmte Kategorien von Menschen aufgrund ihrer Abstammung als „unberührbar“ oder „unrein“ definieren, – und gehören religiösen Traditionen an, die dieses System legitimieren. Gegenwärtig gibt es schätzungsweise 250 Millionen Dalits in Südasien, die traditionell als “unberührbar“ angesehen werden. Über den Nationalen Kirchenrat in Indien haben die indischen Kirchen die Befreiung der Dalits in ihrer Missionsarbeit zur obersten Priorität gemacht und werden in ihrem Eintreten für die Abschaffung dieser jahrhundertealten Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Kaste vom Ökumenischen Rat der Kirchen unterstützt. In diesem nächsten Arbeitsabschnitt wird der ÖRK eng mit dem Nationalen Kirchenrat in Indien zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass der Kampf der Dalits weltweite Aufmerksamkeit gewinnt. All diese Gruppen von Menschen, die auch in den Kirchen ausgegrenzt werden, lassen eine alternative Vision und neue Möglichkeiten, den christlichen Glauben, Gemeinschaft und Spiritualität zu verstehen, entstehen. Durch theologische Reflexion und Unterstützung für ihr tägliches Ringen um Gerechtigkeit und Würde werden neue Modelle von Gemeinschaft und Kirche entstehen. Diese werden auf gerechten Beziehungen und Vertrauen aufbauen und so zu einem Leben in Kirche und Gemeinschaft beitragen, das gerecht, partizipatorisch und integrativ ist. |
Zeitplan und Auslaufstrategie | Dieser Arbeitsabschnitt wird 2007 beginnen und bis 2009 andauern. Am Ende der Dreijahresperiode werden die im Rahmen dieses Projekts durchgeführten Aktivitäten ausgewertet werden. Im Anschluss daran wird eine Entscheidung über Arbeitsprozesse und -methode getroffen werden, die von Partnerschaften mit ausgewählten ökumenischen Einrichtungen und Kirchen in den Regionen abhängen. In dieser ersten Periode wird der ÖRK der Arbeit mit Gemeinschaften, die am Rand von Kirche und Gesellschaft stehen, weiterhin vorrangige Bedeutung beimessen und sich in diesem Zusammenhang mit grundlegenden Fragen zur Einheit der Kirchen auseinandersetzen. |
Arbeitsmethode | Der Großteil dieser Arbeit wird in Partnerschaft mit Kirchen, ökumenischen Organisationen und regionalen oder nationalen Netzwerken dezentralisiert – durch Büros außerhalb von Genf – und in engem Kontakt mit den Gemeinschaften, die für ein menschenwürdiges Leben kämpfen, geleistet werden. Dieses Projekt bringt Menschen in Kontakt miteinander, so dass sie Netzwerke bilden und sich in ihrer Arbeit gegenseitig unterstützen können. Das Projekt unterstützt auch Arbeit und Aktivitäten auf lokaler Ebene. Zielgruppen sind Mitgliedskirchen auf lokaler und weltweiter Ebene. Im Mittelpunkt stehen der Austausch von Ressourcen und Erfahrungsberichten mit NCCs und REOs und die Herstellung von Beziehungen mit säkularen/anderen religiösen Bewegungen, die die gleichen Ziele verfolgen. |
Beziehungen | Primäre Ansprechpartner für den Aufbau von Beziehungen werden Basisnetzwerke/–organisationen und Mitgliedskirchen sein, insbesondere in Gemeinschaften, wo Integration und gerechte Beziehungen ein akutes Anliegen darstellen, d.h. in indigenen Mitgliedskirchen oder Kirchen, in denen Dalitgemeinschaften Diskriminierung erfahren. Diese kontextspezifische Arbeit wird auch auf Beratung und Zusammenarbeit mit NCCs und REOs setzen (z.B. mit dem NCC in Indien, der sich für die Dalits einsetzt). |
Liste der Aktivitäten | P204-01 - Kirchen überwinden Rassismus: Es wird ein theologischer Reflexionsprozess über integrative Gemeinschaften, die den Rassismus überwinden, in Gang gesetzt werden. Durch die Veranstaltung von Anhörungen über Rassismus werden ethnische/rassische Spaltungen unter den Kirchen thematisiert werden. Diese Aktivität wird auch einen Beitrag zur Beteiligung der Kirchen an dem fünfhundertjährigen Jubiläum der Abschaffung der Sklaverei im Jahr 2007 leisten. Erwartete Ergebnisse: den Kirchen im Blick auf ihre Anstrengungen zur Überwindung des Rassismus Rechenschaft abverlangen und ihre Arbeit und Erfahrungen, die sie in diesem Kampf bereits gewonnen haben, nutzen. Unterstützung von Kirchen und ökumenischen Netzwerken in ihrem Engagement für die Überwindung von Rassismus auf lokaler Ebene. P204-02 - Solidarität mit indigenen Völkern: Diese Aktivität schafft einen Rahmen dafür, dass die Stimmen der indigenen Völker stärker Gehör finden, indem Angehörige unterschiedlicher indigener Gemeinschaften in Kontakt miteinander gebracht werden. Sie hilft den indigenen Bevölkerungsgruppen in den Kirchen auch, ihre Anliegen und Sichtweisen vor die Vereinten Nationen zu bringen. Erwartete Ergebnisse: Die indigenen Völker werden Einfluss auf die Arbeit des ÖRK ausüben, indem sie ihre Anliegen, Erfahrungen, Theologie, Spiritualität und Weltanschauungen einbringen. Diese Aktivität wird die indigenen Gemeinschaften stärken und sie dabei unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. P204-03 – Solidarität mit Dalits für Gerechtigkeit und Würde: Der ÖRK wird mit dem Nationalen Kirchenrat in Indien zusammenarbeiten, um Räume der Begegnung zu schaffen, in denen das Verständnis für den theologischen und spirituellen Beitrag der Dalits wachsen kann, und so Einfluss auf Leben und Arbeit der Kirchen zu nehmen und ihr Engagement für Menschenwürde und Gerechtigkeit zu stärken. Erwartete Ergebnisse: der Arbeit und Solidarität der Kirchen mit den Dalits in Indien neue Impulse geben. P204-04 – Ökumenisches Aktionsbündnis von und für Menschen mit Behinderungen: Diese Aktivität findet in Zusammenarbeit mit einem globalen Netzwerk von Menschen mit Behinderungen statt. Sie zielt darauf ab, den Kirchen die Augen zu öffnen, damit sie Menschen mit Behinderungen in ihrer Mitte wahrnehmen und ihnen helfen, ihre Stimme in der ökumenischen Gemeinschaft zu Gehör zu bringen. Diese Aktivität wird gemeinsam mit dem AACC in Nairobi, Kenia, durchgeführt werden. Erwartete Ergebnisse: Engagement und Arbeit des ÖRK mit den Kirchen und Menschen mit Behinderungen stärken. |
Monitoring und Evaluierung | Wird für alle Projekte in umfassender Weise stattfinden |
Projektkosten 2007-2009
P204 – Gerechte und integrative Gemeinschaften | 2007 | 2008 | 2009 |
Durchführungskosten |
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P204-01 – Kirchen überwinden Rassismus | 230 000 | 230 000 | 230 000 |
P204-02 – Solidarität mit indigenen Völkern | 150 000 | 150 000 | 150 000 |
P204-03 – Solidarität mit Dalits für Gerechtigkeit und Würde | 100 000 | 100 000 | 100 000 |
P204-04 – Ökumenisches Aktionsbündnis von und für Menschen mit Behinderungen | 150 000 | 150 000 | 150 000 |
Durchführungskosten insgesamt | 630 000 | 630 000 | 630 000 |
Personal- und personalabhängige Kosten | 345 729 | 345 729 | 345 729 |
Direkte Kosten insgesamt | 975 729 | 975 729 | 975 729 |
Infrastrukturkosten | 138 241 | 138 241 | 138 241 |
Projektkosten insgesamt |
The WCC is a fellowship of churches, now 349 in more than 110 countries in all continents from virtually all christian traditions 
