Navigation
Content
Dokumente suchen
Dokument-Datum:  2.09.2003

Ökumenischer Rat der Kirchen
ZENTRALAUSSCHUSS
Genf, Schweiz
26. August - 2. September 2003



Einleitung zu den Überarbeiteten Programmplänen 2003-2005



Die neuen Kernprogramme und –aktivitäten des Rates, die für die Zeit bis zur nächsten Vollversammlung festgelegt worden sind, spiegeln die Veränderungen wider, die seit der letzten Zentralausschusstagung im September 2002 in der internen Organisation sowie aufgrund von Personalkürzungen und finanziellen Zwängen stattgefunden haben.

In dem vorliegenden Dokument wird, wie schon im letzten Jahr, ein kurzer Überblick über die wichtigsten Programmziele des Rates bis zur Vollversammlung sowie eine Zusammenfassung der Kernaktivitäten gegeben, die zur Umsetzung der einzelnen Programme für den Zeitraum eines Jahres geplant sind.

Infolge der Vereinfachung der internen Strukturen und des Prozesses der Prioritätensetzung ist die Gesamtzahl der Kernprogramme auf dreizehn reduziert worden:

· Ein Programm bezieht sich auf die Kernfunktion des Generalsekretariats - die Stärkung der Gemeinschaft der Kirchen.
· Ein weiteres ist dem Ökumenischen Institut Bossey gewidmet.
· Drei beziehen sich auf die allgemeinen teamübergreifenden Anliegen: DOV, interreligiöser Dialog und Arbeitsschwerpunkt Afrika.
· Sechs sind Ausdruck der prioritären Zielsetzungen im gegenwärtigen Kontext des historischen Mandats des Rates:
- Einheit
- Anwaltschaft und friedliche Konfliktlösung
- Mission und Evangelisation
- Ökumenische Ausbildung
- Ethik des Lebens und Alternativen zur Globalisierung
- Diakonie und Solidarität
· Zwei beziehen sich auf die Kommunikation der Arbeit des ÖRK.

Darüber hinaus gibt es zwei besondere „Internationale Ökumenische Initiativen“, die zeitlich begrenzte Programme mit besonderer Finanzierung darstellen und bei denen drei Partner zusammenarbeiten - Kirchen, spezialisierte Partner und der ÖRK, der die Koordinierung und Leitung übernimmt:

- Ökumenisches Begleitprogramm in Palästina und Israel (EAPPI)
- Ökumenische HIV/AIDS-Initiative in Afrika.

Die Umsetzung all dieser Programme erfolgt durch unterschiedliche Aktivitäten, die zur Erreichung des Gesamtziels beitragen.

Bei der Prioritätensetzung für die Aktivitäten, die nach dem letzten Zentralausschuss vorgenommen wurde, wurden die neuen Schwerpunkte vor allem nach folgenden Kriterien festgelegt:

· realistische Einschätzung der finanziellen und personellen Kapazitäten im gegenwärtigen Kontext;
· Zukunftsfähigkeit;
· bewusste Entscheidung, den Prozess des Wandels bis zur Vollversammlung voranzutreiben;
· Betonung multilateraler und ökumenischer Ansätze bei der Zusammenarbeit im Dienst am Menschen in Not;
· ein klareres Verständnis von der besonderen Rolle des ÖRK als Bindeglied zwischen Lokalem und Globalem;
· der klare Wille zur Entwicklung neuer Arbeitsmethoden bei der Umsetzung der Programme und Aktivitäten (verstärkte interne Zusammenarbeit und multidisziplinärer Ansatz; Dezentralisierung der Kapazitäten).