Zum Geleit
Im Zentrum des Gottesdienstes zur Gebetswoche für die Einheit der Christen 2001 steht das Wort Jesu: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben (Joh 14, 6).
Das Leitthema wurde von einer ökumenischen Arbeitsgruppe aus Rumänien ausgewählt. Sie wollte damit auf dem Hintergrund ihrer eigenen ökumenischen Erfahrungen und Herausforderungen das gemeinsame Unterwegssein der Kirchen betonen. Wenn Jesus sagt: "Ich bin der Weg" - dann bedeutet das nicht nur, daß er die Quelle und das Ziel der Einheit der Christen. Er ist als Auferstandener zugleich auch der, der die Christen auf ihrem Unterwegssein und in ihrem Wachsen zur sichtbaren Einheit begleitet und führt.
Im Gottesdienst soll die Erfahrung des Gemeinsam-auf-dem-Wege-Sein durch einige Gestaltungselemente sinnlich erfahrbar werden. So werden drei Gebete jeweils an verschiedenen Stellen gesprochen, an denen sich die ganze Gottesdienstgemeinde oder zumindest die Liturgen/innen versammeln. Die Taufkerze, die Bibel und das Kreuz, die am Anfang bei dem Einzug mitgeführt und an möglichst verschiedenen Stellen im Chorraum (bzw. der Kirche) aufgestellt werden, bezeugen die bleibenden "Wegmarken" der Treue und Führung Gottes. Sie korrespondieren dabei mit dem dreigliedrigen Jesuswort und erinnern an die Schlüsselpunkte christlicher Einheit: die Taufe als Beginn der Gotteskindschaft, die Bibel als das lebendige Wort der gött- lichen Wahrheit und das Kreuz als Zeichen für den Anbruch des neuen Lebens in der Hingabe und Auferstehung Christi.
Zu Anfang des Gottesdienst ist eine Einführung sinnvoll, in der u.a. etwas über die Situation der Christen und Kirchen in Rumänien berichtet werden kann. Hintergrundinformationen dazu wie auch andere Anregungen enthält die gleichzeitig erschienene Arbeitshilfe zur Gebetswoche. Eventuell ist es auch möglich, Christen und Christinnen aus Rumänien, die in Deutschland leben, am Gottesdienst zu beteiligen. Die jeweils mit einer Variante angegebenen älteren und neueren ökumenischen Lieder können ebenfalls am Anfang des Gottesdienstes eingeübt werden. Neben den EG und dem GL wird zum erstenmal das ökumenische Liederbuch Thuma Mina (TM) verwendet, das einen vielfältigen Schatz von neueren Liedern aus der Weltökumene umfaßt. Belebend für den Gottesdienst ist auch die Einbeziehung einer Sing- gruppe oder eines Chores. Informationen über die ausgewählten Projekte des Ökumenischen Opfers sind wie üblich auf des Gottesdienstheftes zu finden. Zur Authentizität trägt bei, wenn - wo es vor Ort möglich ist - zu einzelnen Projekten betroffene Menschen aus den Ländern oder auch Vertreter der Projektträger berichten.
Unser Wunsch ist, daß die Gebetswoche zu einer stärkenden ökumenischen Erfahrung für den gemeinsamen Weg der Kirchen unter der Zusage und Verheissung Christi wird.
Ihre
Ökumenische Centrale
der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland
(Verantwortlich für die Erstellung der deutschsprachigen Ausgabe)

