Navigation
Content
Dokumente suchen
Dokument-Datum: 12.10.2009

Wesen und Auftrag der Kirche: Eine Evaluierung aus lateinamerikanischer Sicht

Fr. Jorge A. Scampini, O.P.

Ich danke Ihnen für die Einladung zur Teilnahme an dieser Podiumsdiskussion, auf der die Studie „Wesen und Auftrag der Kirche“ (NMC) aus unterschiedlichen regionalen Perspektiven - in meinem Fall aus „einer“ lateinamerikanischen Perspektive – evaluiert werden soll. Bei anderen Gelegenheiten, bei denen ich um einen ähnlichen Beitrag gebeten wurde, habe ich jeweils als Erstes daran erinnert, dass Lateinamerika eine viel zu große und komplexe Realität darstellt – nicht nur im Blick auf seine Ausdehnung, sondern auch auf die Vielfalt seiner Völker, Kulturen, sozialen, wirtschaftlichen, politischen und sogar kirchlichen Bedingungen -, als dass ein einziger Beitrag als „die“ lateinamerikanische Perspektive angesehen werden könnte (obwohl klar ist, dass es viele historische, kulturelle und politische Faktoren gibt, die es erlauben, im Falle Lateinamerikas in einem Maße von einem gemeinsamen Fundament, von einer Schicksalsgemeinschaft zu sprechen, wie es vielleicht auf andere Teile der Welt nicht zutrifft). Die Stadt, in der ich lebe - Buenos Aires, Argentinien - ist einer von vielen möglichen Kontexten in Lateinamerika und viele werden fragen, ob es der repräsentativste ist. Ich kann auch meine Zugehörigkeit zur römisch-katholischen Kirche nicht außer Acht lassen, denn sie bestimmt die Art und Weise, wie ich die Kirche und ihren Auftrag verstehe.1 Darüber hinaus ist die katholische Kirche geschichtsbedingt die Kirche, die am längsten in Lateinamerika ansässig und die trotz der zunehmenden Vielfalt des religiösen Umfelds nach wie vor die zahlenmäßig größte ist.


1 Der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen hat seinen Beitrag zur Fortsetzung des NMC-Prozesses bereits vorgelegt; vgl. „A Catholic Contribution Toward Revising The Nature and Mission of the Church“ (14. Januar 2008).

Vollständigen Text herunterladen: