I. Einheit: Die Kirche und ihr Auftrag


Wesen und Auftrag der Kirche - Ein Schritt auf dem Weg zu einer gemeinsamen Auffassung
Hauptziel dieser Studie ist es, das zum Ausdruck zu bringen, was die Kirchen zum jetzigen Zeitpunkt zu Wesen und Auftrag der Kirche gemeinsam sagen können, und innerhalb dieser Übereinstimmung zu untersuchen, in welchem Maße die die Kirchen weiterhin trennenden Fragen überwunden werden können. Bei dem vorangegangenen Text Taufe, Eucharistie und Amt lief der Prozess auf einen Text hinaus, der als eine Konvergenzerklärung verstanden werden konnte. Der vorliegende Text soll den Kirchen erlauben, erste Schritte auf dem Weg zur Feststellung einer solchen Konvergenz zu machen, wie sie sich mittlerweile in einem multilateralen Kontext herausgebildet hat.
Berufen, die eine Kirche zu sein (Der Porto Alegre Ekklesiologie-Text)
Dieser kurze Text (ca. 2500 Wörter) wurde von den Mitgliedskirchen des ÖRK auf der Vollversammlung in Porto Alegre (Februar 2006) als Grundlage für ihre erneuerte Verpflichtung zur Suche nach sichtbarer Einheit angenommen. Er lädt die Kirchen zu neuen Gesprächen über die Qualität ihrer Gemeinschaft und über die Fragen ein, die sie weiterhin trennen. Diese Gespräche sollen im Geist des Miteinanders, aber auch der Offenheit und kritischen Auseinandersetzung erfolgen. Die ÖRK-Mitgliedskirchen werden um eine offizielle Stellungnahme bis zur nächsten Vollversammlung gebeten; auch Studiengruppen und Einzelne werden eingeladen, Stellung zu beziehen.
Die Einheit der Kirche als Koinonia: Gabe und Berufung (Erklärung zur Einheit, Vollversammlung von Canberra)
Dieser von Glauben und Kirchenverfassung ausgearbeitete Text ist eine der „Erklärungen zur Einheit“, die über die Jahre hinweg von ÖRK-Vollversammlungen angenommen worden sind. Er stellt den Versuch dar, die Elemente zu benennen, die zur „vollen Gemeinschaft“ der Kirchen gehören.
Taufe, Eucharistie und Amt (Studie der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung No. 111,„Lima-Papier“)
Dieser bekannte Text (auch „Lima-Papier“ genannt), der 1982 in Lima, Peru, vom Plenum der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung angenommen wurde, untersucht die wachsende Übereinstimmung – und die bleibenden Differenzen - in grundlegenden Bereichen des Glaubens und Lebens der Kirchen. Dieses ökumenische Dokument, das die bisher weiteste Verbreitung gefunden hat und mit dem die Kirchen sich am umfassendsten beschäftigt haben, hat bereits als Grundlage für viele zwischenkirchliche Vereinbarungen „gegenseitiger Anerkennung“ gedient und bleibt bis heute gemeinsamer Bezugspunkt.
Towards a Common Date of Easter
In den meisten Jahren feiern evangelische und römisch-katholische Christen Ostern an einem anderen Tag als orthodoxe Christen (2007 und 2011 werden eine Ausnahme darstellen). Dieser Text, der von Glauben und Kirchenverfassung in Zusammenarbeit mit dem Rat der Kirchen im Mittleren Osten vorbereitet wurde, untersucht die Gründe, die zu den unterschiedlichen Osterterminen geführt haben, und unterbreitet einen Vorschlag, wie die Kirchen ein gemeinsames Datum für die Feier des Osterfests finden könnten.
Häufig gestellte Fragen zum Osterdatum
(Frühere Fassung) Das Wesen und die Bestimmung der Kirche - Ein Schritt auf dem Weg zu einer gemeinsamen Auffassung
Dieser Text, der eine Vorstufe der Ekklesiologie-Studie von Glauben und Kirchenverfassung darstellt, wurde 2000 bei Lembeck veröffentlicht und wird jetzt durch die Studie "Wesen und Auftrag der Kirche" ersetzt, die in der englischen Fassung 2005 als Faith and Order Paper Nr. 198 veröffentlicht worden ist. Der Text ist hier mit aufgenommen worden, um einen Vergleich zwischen den beiden Textfassungen zu ermöglichen.