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Prepaid-Wasserzähler in Tetsane, Maseru (Lesotho), April 2008

Der Schlüssel zum Wasser: Um Wasser aus diesen Prepaid-Wasserzapfstellen entnehmen zu können, muss man einen Schlüssel kaufen und ihn mit Kredit für Wasser aufladen.
In Tetsane (Maseru) ist eine Reihe von Prepaid-Wasserzählern aufgestellt worden, während die Aufstellung weiterer kostenloser Gemeinschaftszapfstellen gestoppt wurde.
Wasserzähler gegen Vorkasse liefern nur dem Wasser, der es sich leisten kann, eine fragwürdige Politik, speziell in Ländern wie Lesotho, das eine hohe Arbeitslosenrate hat und wo fast die Hälfte der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt. Ein südafrikanisches Gericht hat gerade Prepaid-Wasserzähler in einem Johannesburger Township verboten und gefordert, kostenlos 50 Liter Wasser pro Tag pro Person zur Verfügung zu stellen.
Ein Mann aus Tetsane zeigt, wie der Wasserzähler gegen Vorkasse funktioniert.
Wenn der Schlüssel eingeführt ist, kann man in einem Fenster sehen, wieviel Kredit noch bleibt, während das Wasser aus dem Schlauch fließt.
Nicht jeder kann sich so einen Schlüssel leisten. Einige Mitglieder der Gemeinschaften zahlen ihren Nachbarn Geld, um deren Schlüssel benutzen zu können.
Teilnehmende der ÖWN-Konferenz "Es ströme das Recht wie Wasser" riechen an dem Wasser und nur einige haben es danach gewagt, davon zu trinken.
Mitglieder der Gemeinschaft erzählen uns, dass die Behörde für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (WASA) sie zu der Aufstellung von Prepaid-Wasserzählern nicht befragt hat. Sie hoffen, dass wenigstens noch einige zusätzliche Gemeinschaftszapfstellen aufgestellt werden.