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AACC Vollversammlung 2008

Teilnehmende an der neunten Vollversammlung der Gesamtafrikanischen Kirchenkonferenz, 7. bis 12. Dezember 2008, in Maputo (Mosambik) über die Bedeutung von Wasser.

Wir erklären auf dieser 9. Vollversammlung der Gesamtafrikanischen Kirchenkonferenz (AACC), dass Wasser ein knappes Gut wird.

Deshalb rufen wir die Regierungen auf, Wasser nicht als Privileg zu handeln, sondern als ein Recht zu sehen, auf das alle Menschen Anspruch haben. Metsi ke botshelo - Wasser ist Leben.

David J. Modiega, Generalsekretär, Christenrat von Botsuana

Wasser wird in meinem Land ein knappes Gut und die Situation verschlechtert sich weiter. Ich hatte immer an vier Tagen in der Woche fließendes Wasser in meinem Haus, jetzt nur noch an zwei Tagen.

Der Mau-Wald, der im Einzugsgebiet von sieben Flüssen liegt, ist von Lokalpolitikern beschlagnahmt worden. Sie haben das Gebiet in kleine Parzellen aufgeteilt und an landlose Bauern verkauft. Die roden jetzt die Wälder, um anbauen zu können. Bald wird es kein Trinkwasser und keine Weideflächen mehr geben, da der Ursprung dieser Bäche und Flüsse mehr und mehr zerstört wird. Die Regierung "verhandelt" noch mit den Menschen, die im Mau-Wald leben. Sie befürchtet, dass sie sie nicht wiederwählen, da sie ihnen als Wahlversprechen das Verbleiben im Wald zugesichert hatte. Ich wünschte, wir könnten den politischen Missbrauch stoppen, der mit dem Wasser getrieben wird. Wasser ist Leben.

Angeline Okola, Ökumenisches Aktionsbündnis von und für Menschen mit Behinderungen, Kenia

Ich meine, die Kirche sollte als Erste über das Wasserproblem sprechen, denn Gott hat Adam und Eva aufgetragen, Sorge für ihre Umwelt zu tragen - dazu gehörten auch die Bäche und Flüsse im Garten Eden.

Diese Verantwortung wurde den Menschen vor dem Sündenfall aufgetragen (1. Mose 1-2). Wenn wir wollen, dass unsere Beziehungen mit Gott gut sind, dann müssen wir für sein Eigentum sorgen, das er uns anvertraut hat.

Pfarrer Bossman Chitheka, stellvertretender Vorsitzender, Kirchenrat von Malawi

Wer Gott liebt, liebt auch die Schöpfung. Denn die Schöpfung ist Gottes Werk, für das uns die Sorge übertragen wurde.

Erzbischof Seraphim Kykottis von Johannesburg und Pretoria, Südafrika

Wasser in Fülle bedeutet Leben in Fülle. Aus Wasser eine Ware zu machen, ist Sünde, denn die Armen können diese Ware nicht bezahlen. So werden Menschen um ihr Leben und um ihr gottgegebenes Recht auf Wasser gebracht.

Seabata Makoae, Christenrat von Lesotho

Wasser, H2O, maji... Wasser ist eine freie Gabe Gottes. Wasser lässt Leben gedeihen, wo Trockenheit herrscht. Wie die Verkörperung des Geistes Gottes, erfrischt und erneuert Wasser die Schöpfung und erweckt sie zu neuem Leben. Es fließt, wo es will.

Deshalb kommt die Privatisierung von Wasser dem arroganten Versuch gleich, sich den Fluss des Geistes Gottes anzueignen und ihn zu kontrollieren.

Fulata Moyo, ÖRK-Prgrammreferentin für Frauen in Kirche und Gesellschaft, Schweiz/Malawi

Wir dürfen Wasser nicht verschmutzen und unseren Müll hineinwerfen, denn Wasser ist die Hauptquelle des Lebens. Man kann ohne Nahrung auskommen, aber nicht ohne Wasser. Wasser ist das wichtigste Gut in unserem Alltag.

Agnes M. Ncaagae, Gemeinschaft christlicher Frauen, Botsuana

Die Leute verstanden nicht, was wir mit Umwelt meinten, als wir sagten, dass die Kirchen sich mehr darum kümmern müssen.

Der Klimawandel hat uns auf die Bedeutung der Umwelt aufmerksam gemacht, aber Wasser lässt uns erkennen, dass wir die Quelle des Lebens schützen müssen - und zwar dringend.

Bischof Geoff Davies, Umweltinstitut der Glaubensgemeinschaften im südlichen Afrika, Südafrika

Als Entwicklungshelfer weiß ich, wie nötig Wasser für die Entwicklung ist.

Ich weiß aber auch, wie wenig unsere Kirchen in diesem Zusammenhang tun. Wir könnten so viel mehr tun, nicht nur, um durstende Gemeinschaften mit Wasser zu versorgen, sondern um die Umwelt insgesamt zu erhalten. Diese Vollversammlung hat mir neue Kraft gegeben, um die Herausforderungen anzugehen, vor die unsere Kirchen gestellt sind.

Augustine Mwaimu, Anglikanische Kirche von Tansania

In 2. Mose 17 lesen wir, dass die Israeliten an einen Ort in der Wüste kamen, wo es kein Wasser gab, und sie haderten mit Mose.

Heute haben 1,1 Milliarden Menschen kein sauberes Trinkwasser, 2,6 Milliarden keine sanitäre Grundversorgung, und 2,4 erkranken an durch Wasser übertragenen tödlichen Krankheiten. Wie die Israeliten verlangen sie Wasser, sanitäre Grundversorgung, Gesundheit und Würde.

Shaun D. Cozett, Südafrika

Worüber die Menschen sich am meisten beschweren ist, dass es nicht mehr regnet. Allerdings haben wir heftige Niederschläge - in einem sehr kurzen Zeitraum.

Darauf müssen wir uns einstellen. Am wichtigsten für Veränderungen sind die Menschen, das Engagement der Gemeinschaft, nicht das Geld. Das Geld kann den Prozess in Gang halten, aber die Gemeinschaft muss sich das Projekt zu Eigen machen, das ist wichtiger als alle Strukturen. In Utooni in Kenia haben es die Dorfbewohner sogar geschafft, durch Wasser-Ernten und Vorbeugung von Bodenerosion mehr Wasser zur Verfügung zu haben.

Joshua Mukusya, Excellent Development, Kenia

Ich komme aus Glenview, einem Vorort von Harare, Simbabwe. Das Wasser dort wird seit Jahren durch ungeklärtes Abwasser verschmutzt. Wir haben die höchste Cholerarate im Land. Die Kirche muss sich darauf beschränken, die Opfer zu beerdigen.

Ein anglikanischer Priester aus Simbabwe

Diese Bilder sind auf Anfrage auch in hoher Auflösung erhältlich.

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