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- (c) Maike Gorsboth / ÖWN
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat am 28. Juli eine historische Resolution angenommen, in der „das Recht auf sicheres und sauberes Trinkwasser als Menschenrecht, das für die uneingeschränkte Wahrnehmung des Rechts auf Leben von grundlegender Bedeutung ist, anerkannt wird“. Die Resolution erhielt 122 Ja-Stimmen und keine Gegenstimmen bei 41 Stimmenthaltungen.
Obwohl die Resolution rechtlich nicht bindend ist, stellt sie doch einen entscheidenden Schritt zur Anerkennung des Menschenrechts auf Wasser- und Sanitärversorgung dar. „Erfreulich sind aus unserer Sicht vor allem zwei Dinge an der Resolution“, so Michael Windfuhr, Leiter des Team Menschenrechte bei „Brot für die Welt“. „Zunächst, dass kein Land gegen die Resolution gestimmt hat, denn dadurch werden die Rechte gestärkt, und zweitens, dass das Recht auf sanitäre Grundversorgung enthalten ist, das bislang selten im Fokus der Vereinten Nationen stand.“
122 Länder, einschließlich Chinas, Russlands, Deutschlands, Frankreichs, Spaniens und Brasiliens, unterstützten die Resolution. Zu den Ländern, die sich der Stimme enthielten, gehören die USA, Kanada, Australien und Neuseeland wie auch eine Reihe europäischer Staaten und Länder aus anderen Regionen.
Mehrere der Länder, die sich der Stimme enthielten, einschließlich der USA, Kanadas und Australiens, erklärten, dass sie trotz ihrer verfahrensmäßigen und inhaltlichen Vorbehalte gegen die Resolution weiter die Anstrengungen der Unabhängigen Expertin des Menschenrechtsrates unterstützen würden, eine inhaltliche Klärung der Menschenrechtsverpflichtungen im Blick auf sauberes Wasser und Sanitärversorgung vorzunehmen.
Neben der Anerkennung des Rechts auf Wasser- und Sanitärversorgung ruft die Resolution Staaten und internationale Organisationen auf, „finanzielle Mittel, Kapazitätsaufbau und Technologietransfer im Rahmen internationaler Hilfeleistungen und Zusammenarbeit insbesondere für Entwicklungsländer bereitzustellen, um die Anstrengungen für die Gewährleistung des Zugangs aller Menschen zu sicherem, sauberem und erschwinglichem Trinkwasser und sanitären Anlagen zu verstärken“.
Mehr Informationen:
- "Brot für die Welt" begrüßt Entscheidung der UNO (29.07.2010)
- U.N. Declares Water and Sanitation a Basic Human Right (28.7.2010, IPS, auf Englisch)
- Eine Zusammenfassung des Sitzungsablaufs, der Stellungnahmen von Delegationen und die Abstimmungsergebnisse finden Sie unter: General Assembly Adopts Resolution Declaring Access to Clean Water, Sanitation (auf Englisch) (28.7.2010, UN-Generalversammlung, Hauptabteilung Presse und Information).
- Der offizielle Text der Resolution (A/RES/64/292) wird veröffentlicht unter: www.un.org/ga/64/resolutions.shtml
Die Regierung des Bundesstaates Kerala (Indien) hat die Einrichtung eines Tribunals beschlossen, das Schadensersatzforderungen gegen den Coca-Cola Konzern prüfen und ihn für die von ihm verursachte Umweltverschmutzung und Senkung des Grundwasserspiegels in Plachimada, einem Dorf im südindischen Bundesstaat Kerala, haftbar machen wird.
Der Beschluss des Kabinetts von Kerala basiert auf dem Bericht und den Empfehlungen eines von der Regierung eingerichteten Untersuchungsausschusses. Dieser hatte am 22. März 2010 einen Bericht veröffentlicht, in dem empfohlen wurde, Coca-Cola für die dem Unternehmen angelasteten Schäden an Menschen, Umwelt und Landwirtschaft haftbar zu machen und Entschädigungszahlungen im Gegenwert von ca. US$ 48 Millionen zu fordern.
Das Tribunal, das derzeit eingerichtet wird, wird Schadensersatzforderungen gegen Coca-Cola prüfen, die im Zusammenhang mit „Wasser- und Luftverschmutzung, Verlust von Ernteerträgen und Vieh, gesundheitlichen Problemen von im Umfeld (des Abfüllbetriebs von Coca-Cola) lebenden Menschen, die aufgrund des übermäßigen Verbrauchs und der Verschmutzung von Grund- und Oberflächenwasser entstehen“ gestellt und im Bericht des Untersuchungsausschusses anerkannt werden. Das Gericht wird auch Entschädigungszahlungen für „Gehaltseinbußen und den Verlust an Bildungschancen“ untersuchen.
Hindustan Coca-Cola Beverages beteuert, der Ausschuss in Kerala sei „aufgrund der unbewiesenen Annahme eingerichtet worden, dass Schäden verursacht worden sind“. Als Resultat der von Basisorganisationen durchgeführten Kampagne gegen den Missbrauch der Wasservorräte des Dorfes ist der Coca-Cola-Abfüllbetrieb in Plachimada seit März 2004 geschlossen.
Mehr Informationen:
- Government Moves to Claim $48 Million Compensation from Coca-Cola (India Resource Center, 3.7.2010, auf Englisch)
- Kerala Tribunal To Get Compensation From Coke (Businessworld, 1.7.2010, auf Englisch)
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Pressemitteilung: Hindustan Coca-Cola on Plachimada panel report (auf Englisch)

- (c) Peter Williams / ÖRK
Zwar muss das Guinnessbuch der Rekorde die Ergebnisse noch offiziell bestätigen, aber die Organisatoren der längsten Toilettenschlange der Welt feiern bereits einen neuen Weltrekord: Sie haben gerade bestätigt, dass insgesamt mehr als 80 000 Menschen in 80 Ländern vom 20. bis 22. März Schlange gestanden haben, um sich für Wasser und sanitäre Grundversorgung einzusetzen.
Ziel der Veranstaltung war es, von den Politikern/innen der Welt wirkliche Veränderungen sowie Engagement für die Lösung der weltweiten Krise der Sanitärversorgung zu fordern. Der fehlende Zugang zu sauberem Wasser und sanitärer Grundversorgung ist der Hauptgrund dafür, dass täglich viele Kinder an vermeidbaren wasserbedingten Krankheiten, wie Durchfall, Typhus, Cholera und Ruhr, sterben.
In Solidarität mit den 2,5 Milliarden Menschen weltweit, die keinen Zugang zu sauberem Wasser und sanitärer Grundversorgung haben, standen auch Mitarbeiter/innen der verschiedenen kirchlichen und anderen Organisationen mit Sitz im Ökumenischen Zentrum in Genf, einschließlich des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), am 22. März - dem Weltwassertag - Schlange vor einer symbolischen „Toilettentür“.
„Die Wasserkrise ist ein Symptom unserer ungerechten, unserer ‚verschmutzten’ Beziehungen miteinander und mit dem Rest der Schöpfung“, betonte Maike Gorsboth, die Koordinatorin des Ökumenischen Wassernetzwerks im ÖRK, in einer Andacht, die zu diesem Anlass stattfand. „Wasser ist die Quelle des Lebens und damit sehr viel mehr als ‚nur’ ein sakramentales Symbol oder ein Symbol der Befreiung. Wasser ist damit ein Werkzeug der Befreiung.“ Der Weltwassertag 2010 war dem Thema der Wasserqualität gewidmet.
Mehr Informationen:
- Die längste Toilettenschlange der Welt: www.worldtoiletqueue.org
- Fotogalerie: Weltwassertag im Ökumenischen Zentrum
- Biblische Reflexion zu „Wasser und Befreiung“ (auf Englisch)
Förderung einer verantwortlichen Wasserwirtschaft auf Gemeinschaftsebene, Förderung von Partizipation, Stärkung der zivilgesellschaftlichen Kampagnenarbeit für das Recht auf Wasser…
Zu diesen und weiteren Themen haben das Ökumenische Wassernetzwerk (ÖWN) und das ACT-Bündnis der Unabhängigen Expertin der Vereinten Nationen für das Recht auf Wasser und Sanitärversorgung in Genf eine gemeinsame Vorlage für „gute Praktiken“ im Blick auf Wasser und sanitäre Grundversorgung unterbreitet. Die Vorschläge waren von Mitgliedern und lokalen Partnern des ÖWN und des ACT-Bündnisses eingereicht worden, die sich für eine Verbesserung der Menschenrechtssituation beim Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen einsetzen.
Die Unabhängige Expertin der Vereinten Nationen, Catarina de Albuquerque, die vom UN-Menschenrechtsrat den Auftrag erhalten hat, die Verbindungen zwischen Menschenrechtsverpflichtungen und dem Zugang zu Wasser und sanitärer Grundversorgung zu untersuchen, hat in diesem Zusammenhang die Regierungen, die Zivilgesellschaft und den Privatsektor aufgerufen, Beispiele für „gute Praktiken“ einzureichen.
Mehr Informationen:
- EWN & ACT Alliance Good Practices (auf Englisch)
- Webseite der Unabhängigen Expertin (auf Englisch)
Die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WRK) hat ihre 230 Mitgliedskirchen aufgerufen, die Ökumenische Erklärung zum Wasser als Menschenrecht und als öffentliches Gut anzunehmen. Dies ist eine der Empfehlungen, die die Delegierten zum Abschluss der Vereinigenden Generalversammlung angenommen haben, die vom 16. bis 26. Juli 2010 in Grand Rapids (USA) stattfand.
Die Schweizer Kirchen, die zu den Urhebern der Ökumenischen Erklärung gehören, sowie andere Teilnehmende und Partner des Ökumenischen Wassernetzwerks aus Nigeria, Indien und Jamaika setzten sich in Grand Rapids gemeinsam dafür ein, die Bedeutung der Wasserfrage hervorzuheben. In verschiedenen Workshops erfuhren die Delegierten mehr darüber, wie Menschen im Süden um ihren Zugang zu Wasser kämpfen müssen, und berichteten von ihren eigenen Erfahrungen. „Alle Menschen - vom Norden bis in den Süden, von Indien bis Afrika, von Australien bis zu den USA und Europa - alle sorgen sich um die Frage der Wasserversorgung“, kommentierte Chukwuemeka Oji von der presbyterianischen Organisation Preach Water in Nigeria.
Diese Meinung wurde von den Delegierten geteilt. „[Wir beten] für die Erde, das Wasser und die Luft, die unter der Ausbeutung natürlicher Ressourcen durch uns Menschen leiden, und für all diejenigen, die unter den verheerenden Auswirkungen des Klimawandels leiden“, heißt es in der Schlussbotschaft der Vereinigenden Generalversammlung. Die Delegierten unterstützten auch die Empfehlung des Ausschusses für öffentliche Angelegenheiten, die Ökumenische Erklärung zum Wasser als Menschenrecht und als öffentliches Gut anzunehmen. Die Erklärung war ursprünglich 2005 von den evangelischen und römisch-katholischen Kirchen in Brasilien und der Schweiz formuliert und gemeinsam unterzeichnet worden.
Die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WRK) ist eine neue Einrichtung, die weltweit mehr als 80 Millionen reformierter Christinnen und Christen vertritt. Sie ist durch die historische Vereinigung des Reformierten Weltbundes (RWB) und des Reformierten Ökumenischen Rates (REC) auf der Vereinigenden Generalversammlung im Juni 2010 entstanden.
Mehr Informationen:
- Die Vereinigende Generalversammlung und die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WRK) unter www.reformedchurches.org
- Bericht des Ausschusses für öffentliche Angelegenheiten (auf Englisch) und abschliessende Botschaft der Vereinigenden Generalversammlung
- 'Water as human right' campaign gets global Protestant backing (ENI, 6.7.2010)
- Ökumenische Erklärung zum Wasser als Menschenrecht und als öffentliches Gut
In einer Kampagne zur Abhaltung eines Referendums gegen ein unlängst verabschiedetes Gesetz zur Wasserprivatisierung in Italien wurden 1,4 Millionen Unterschriften gesammelt, die dem Obersten Gerichtshof in Rom überreicht worden sind. Die Kampagne wurde vom Forum Italiano dei Movimenti per l’Acqua organisiert, einem Netzwerk nationaler Verbände und lokaler Komitees, dem auch der Bund Evangelischer Kirchen in Italien angehört.
Eine zentrale Bestimmung des Gesetzes von 2009, die von dem Forum abgelehnt wird, sieht vor, dass die Wasservorräte von 2012 an ausschließlich von Privatunternehmen oder teilprivatisierten Unternehmen, in denen Privatinvestoren einen Anteil von mindestens 40% halten, verwaltet werden.
Als Nächstes müssen die Unterschriften von dem Gericht für rechtsgültig erklärt und die Referendumsvorlage genehmigt werden, bevor die Abstimmung durchgeführt werden kann. Die Kampagnenverantwortlichen hoffen, dass das Referendum im Frühjahr 2011 stattfinden wird.
Mehr Informationen:
- Public Services. Water, water everywhere… (Laura Clarke / Wanted In Rome, 07.07.2010, auf Englisch)
Finanz- und Wassersektorminister/innen aus 18 Ländern, Vertreter/innen von Geberorganisationen, UN-Einrichtungen und der Zivilgesellschaft kamen am 28. April 2010 zur Ersten Jährlichen Hochrangigen Tagung für Wasser- und Sanitärversorgung für alle zusammen. Ziel der Tagung war es, den Dialog in diesem Sektor voranzubringen und gezielte Hilfe, Koordinierung der Geber und Vor-Ort-Maßnahmen zu fördern, um die Versorgung der Milliarden von Menschen, die bislang keinen Zugang zu sanitären Anlagen und sauberem Trinkwasser haben, zu gewährleisten.
Die Teilnehmenden an der Hochrangigen Tagung riefen allgemein zu mehr Engagement und zur Nutzung bestehender Synergien auf. Buyelwa Sonjica, Ministerin für Wasser und Umwelt aus Südafrika und Vorsitzende des Rates afrikanischer Minister/innen für Wasserversorgung (AMCOW), appellierte an die Teilnehmenden, „nicht länger nur zu reden, sondern auch zu handeln. Wir können die Probleme lösen und sind engagiert genug, es zu tun“.
Die Tagung motivierte eine Reihe von Entwicklungsländern, konkrete Verpflichtungen einzugehen und ihre Ausgaben für die Erfüllung dieser Grundbedürfnisse zu steigern. So sagte Bangladesh z.B. zusätzliche 200 Millionen US-Dollar für die nächsten 5 Jahre zu. Ghana, Liberia und Äthiopien verpflichteten sich, ihre Haushaltsausgaben zu erhöhen und 0,5% ihres Bruttoinlandprodukts für die Sanitärversorgung bereitzustellen. Gleichzeitig riefen die 16 teilnehmenden Minister/innen für Wasser- und Sanitärversorgung aus Afrika und Asien die Geber auf, den prozentualen Anteil der Gelder für Grundversorgungsleistungen von gegenwärtig 16 % auf 27 % und die Hilfeleistungen für Niedrigeinkommensländer von 42 % auf 50 % zu erhöhen.
Die zivilgesellschaftlichen Organisationen reagierten mit gemischten Gefühlen auf die Ergebnisse der Tagung. End Water Poverty begrüßte die neue Partnerschaft zur "Wasser- und Sanitärversorgung für alle" und die auf der Tagung eingegangenen Verpflichtungen, rief aber auch zu einem stärkeren Engagement der Geber auf. Der Koordinator der Kampagne Steve Cockburn erklärte, er vermisse „feste Fristen und Dollarbeträge, die wir brauchen, um wirklich Fortschritte zu erreichen“. Aber, so fügte er hinzu, es gebe „das explizite Versprechen, im Anschluss an die Tagung konkrete Schritte zu unternehmen, und wir müssen sicherstellen, dass dies auch tatsächlich geschieht“.
Mehr Informationen:
- Zusammenfassender Bericht der Ko-Vorsitzenden (auf Französisch und Englisch)
- High Level Forum Calls for Improved Targeting of Aid For Sanitation and Water, Donor Coordination, and Practical Solutions (UNICEF, 28.4.2010, auf Englisch)
- Proud but not satisfied: what’s been achieved, and what’s left to fight for (End Water Poverty, 4.5.2010, auf Englisch)
Caring for creation, climate change and water (Verantwortlicher Umgang mit Schöpfung, Klimawandel und Wasser)
Ecumenical Review (ÖRK)
Die neueste Ausgabe der Ecumenical Review des Ökumenischen Rates der Kirchen enthält Artikel zum verantwortlichen Umgang der Kirchen mit der Schöpfung und dem Klimawandel („Churches caring for creation and climate change“). Die Frage, ob Wasser „heilig und heilsam“ ist, wird gemeinsam von Dr. John Gibaut, dem Direktor von Glauben und Kirchenverfassung (ÖRK), und Maike Gorsboth, der ÖWN-Koordinatorin, untersucht („Water - Holy and wholesome?“). Ein weiterer Artikel zum Thema „Wasser und Geist: Theologie in Zeiten der Cholera“ („Water and spirit: theology in the time of cholera”) stammt von dem verstorbenen südafrikanischen Theologen Steve de Gruchy, dem die neueste Ausgabe der Ecumenical Review gewidmet ist. Ferner gibt es einen Artikel von Dr. Olav Fykse Tveit, dem Generalsekretär des ÖRK, über die ökumenische Bewegung als Bewegung, die sich für die Schöpfung einsetzt. Liste aller ArtikelJoining the dots: why better water, sanitation and hygiene are necessary for progress on maternal, newborn and child health (Verbindungen herstellen: warum besseres Wasser, bessere Sanitärversorgung und Hygiene Voraussetzung für Fortschritte bei der Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kinder sind)
Tearfund
Dieser Bericht zeigt die grundlegenden Wechselbeziehungen auf, die zwischen einem verbesserten Zugang zu sauberem Wasser, sanitärer Grundversorgung und Hygieneerziehung und der Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern bestehen. Er macht auch deutlich, warum ein kombinierter Ansatz zur Erfüllung der MDGs (Millenniumsentwicklungsziele) notwendig ist, um Fortschritte schneller zu erreichen. Hier können Sie den Bericht herunterladen.
Climate change adaptation and water (Anpassung an den Klimawandel und der Wassersektor)
Tearfund
Tearfund, eine Organisation, die im Ökumenischen Wassernetzwerk mitarbeitet, hat einen praktischen Ratgeber für Regierungen von Entwicklungsländern veröffentlicht mit dem Titel „How to integrate climate change adaptation into national-level policy and planning in the water sector: A practical guide for developing country governments“ (Wie die Anpassung an den Klimawandel in die nationale Politik und Planungen im Wassersektor integriert werden kann). Tearfund tritt dafür ein, dass dem Wassersektor bei der Unterstützung und Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen Priorität beigemessen und der Klimawandel in die Rahmenbedingungen der Politik integriert wird. Der Bericht baut auf diesen zwei Empfehlungen auf und bietet Orientierungshilfe für deren praktische Umsetzung. Sie können den Bericht hier herunterladen.
Video: The story of Bottled Water (Die Geschichte vom Flaschenwasser)
„The Story of Bottled Water“ erzählt, wie Nachfrage künstlich geschaffen wird: Wie bekommt man Menschen dazu, jede Woche mehr als eine halbe Milliarde Flaschen Wasser zu kaufen, wenn sie es genauso gut als öffentliche Dienstleistung aus dem Wasserhahn bekommen können? Das Video stellt auch Verbindungen her zwischen dem verschwenderischen Lebensstil der Konsumgesellschaft und den konkreten Auswirkungen dieser Verschwendung auf Gemeinschaften in aller Welt, die mit der dadurch verursachten Umweltverschmutzung und dem angehäuften Müll fertig werden müssen. Link zum Video
Insecurity and indignity. Women’s experiences in the slums of Nairobi (Unsicherheit und Erniedrigung. Erfahrungen von Frauen in den Slums von Nairobi)
Amnesty International
Die Mehrheit der Bevölkerung von Nairobi lebt in informellen Siedlungen und Slums, in schlechten Wohnverhältnissen und mit begrenztem Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Anlagen, Gesundheitsversorgung, Schulen und anderen grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen. Frauen und Mädchen, die in diesen informellen Siedlungen leben, leiden besonders unter dem Mangel an sanitären Einrichtungen, wie Toiletten und Bädern, und sind dadurch noch stärker der Gefahr von Vergewaltigung und anderen Formen geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt. Dieser Bericht zeigt, dass Armut für viele Frauen in informellen Siedlungen sowohl Folge als auch Ursache von Gewalt ist. Hier können Sie den Bericht (als pdf) herunterladen.
GLAAS 2010
Weltgesundheitsorganisation
„Global Annual Assessment of Sanitation and Drinking-Water“ (GLAAS, Globale jährliche Beurteilung von sanitären Anlagen und Trinkwasser) ist eine UN-Wasserinitiative, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchgeführt wird. Sie verfolgt das Ziel, Politikern/innen auf allen Ebenen eine zuverlässige, leicht zugängliche, umfassende und weltweite Analyse der verfügbaren Informationen bereitzustellen, die es ihnen ermöglicht, sachkundige Entscheidungen im Blick auf Sanitärversorgung und Trinkwasser zu treffen. Die Ergebnisse des GLAAS-Berichts sind auf der Ersten Jährlichen Hochrangigen Tagung für Wasser- und Sanitärversorgung für alle vorgelegt worden. Weitere Informationen: www.who.int/water_sanitation_health/glaas
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„Creation Flourishing ” (Gedeihen der Schöpfung): Zeit der Schöpfung & Kampagne 10/10/10
1. September bis 10. Oktober 2010
Vom 1. September - an dem das orthodoxe Kirchenjahr beginnt - bis zum 4. Oktober – dem Gedenktag des Hl. Franz von Assisi in der katholischen Tradition - sind die Kirchen jedes Jahr weltweit aufgerufen, eine „Zeit der Schöpfung“ abzuhalten und sich für den Schutz von Gottes Schöpfung und die Förderung eines nachhaltigen Lebensstils einzusetzen. Dieses Jahr lädt der ÖRK sie dazu ein, den Schwerpunkt auf die Artenvielfalt zu legen, denn 2010 ist von der UNO zum Jahr der Artenvielfalt ausgerufen worden. Ein weiterer Schwerpunkt ist Afrika.Die „Zeit der Schöpfung“ wird 2010 ausnahmsweise bis zum 10. Oktober verlängert, um sich der Kampagne 10/10/10 anschließen zu können. Auch Sie können mithelfen, dass der 10.10.10 einen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen leisten wird, wie die Welt ihn noch nie gesehen hat. Sie können mithelfen, indem Sie etwas tun, das in Ihrer Stadt oder Gemeinschaft einen Beitrag gegen die globale Erwärmung leistet! Finden Sie mehr dazu heraus unter www.350.org/de.
Materialien für die „Zeit der Schöpfung“ werden auf der Webseite des Ökumenischen Rates der Kirchen und des Europäischen Christlichen Umweltnetzwerks (ECEN) in mehreren Sprachen veröffentlicht werden. Churches Together in Britain and Ireland (CTBI) bietet unter dem Thema „Creation flourishing – A time for celebration and care“ (Gedeihen der Schöpfung – Zeit der Feier und des verantwortlichen Umgangs mit der Schöpfung) auch Predigtnotizen, Gebete und andere Materialien an, die die Kirchen in der „Zeit der Schöpfung“ nutzen können: www.ctbi.org.uk/creationtime.
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Weltwasserwoche
5.-11. September 2010, Stockholm (Schweden)Die Weltwasserwoche in Stockholm, die dieses Jahr ihr 20. Jubiläum feiert, ist eine einwöchige internationale Wasserkonferenz, die jedes Jahr in Stockholm (Schweden) stattfindet. Sie wird vom Stockholmer Internationalen Wasserinstitut (SIWI) organisiert und versammelt Experten/innen, Praktikter/innen, Entscheidungsträger/innen und Führungspersönlichkeiten aus aller Welt. Mehr Informationen: www.worldwaterweek.org
Dieser Newsletter wurde Ihnen vom Sekretariat des Ökumenischen Wassernetzwerkes (ÖWN) zugesandt. Bitte schicken Sie eine kurze Mitteilung an water@wcc-coe.org, falls Sie den Newsletter in Zukunft nicht mehr erhalten möchten.
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