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Das Ökumenische Wassernetzwerk
Water
Photo: Pablo León-Asuero Moreno / Flickr.com/photos/kapuxino

Das ÖWN – Wofür wir stehen

Wasserknappheit ist eines der drängendsten ökologischen Probleme unserer Zeit, von dem viele Länder bedroht und bereits heute betroffen sind. Mehr als eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu ausreichendem und sauberem Wasser und mehr als zwei Milliarden verfügen über keinen Zugang zu angemessenen sanitären Einrichtungen. 

Das Ökumenische Wassernetzwerk wurde von christlichen Organisationen gegründet,

  • um ein christliches Zeugnis in die Debatte über Wasser einzubringen
  • um innerhalb der Kirchen das Bewusstsein für die Dringlichkeit des Problems zu schärfen und
  • um gemeinsames Handeln zu ermöglichen.

Ausgehend von der Überzeugung, dass Wasser ein Geschenk Gottes und der Zugang zu Wasser ein Menschenrecht ist, wollen wir gemeinsam den Erhalt und Schutz, ein verantwortungsvolles Management und eine gerechte Verteilung unserer Wasserressourcen zu fördern.

Die folgenden Dokumente liefern weitergehende Informationen über Ziele und Grundlagen des ÖWN:

"Waters of Life"
Grundlegende Überzeugungen und konzeptioneller Rahmen des Ökumenischen Wassernetzwerkes. (HTML Dokument, Englisch)

"Water of Life. An invitation to participate in the Ecumenical Water Network"
Diese Broschüre enthält den oben aufgeführen Text und darüber hinaus weitere Artikel über die biblische Bedeutung von Wasser, drängende Probleme und Beispiele dafür, wie ihnen begegnet werden kann.  Auch die "Ökumenische Erklärung zum Wasser als Menschenrecht und als öffentliches Gut" von Kirchen in Brasilien und in der Schweiz ist auf Englisch und Portugiesisch enthalten. (PDF DoKument / 9,51MB) Zum herunterladen mit der rechten Maustaste auf den Link klicken und "Ziel speichern unter..." auswählen.

WCC Statement on Water for Life
Verabschiedet von der 9. Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), 14.-23. Februar 2006, in Porto Alegre, Brasilien.

 

Was wir machen

Gemeindebasierte Lösungen fördern

Aus den Erfahrungen unserer Mitgliedskirchen geht hervor, dass gemeinschaftsbestimmte Initiativen sehr viel nachhaltiger und unmittelbarer dafür sorgen, dass Menschen Zugang zu Wasser erhalten. Projekte, die auf lokaler und regionaler Ebene von den unmittelbar Betroffenen geplant und umgesetzt werden, haben sich häufig als effektiver und nachhaltiger erwiesen als fremdbestimmte Porgramme, die den betroffenen Gemeinschaften und Einzelpersonen Selbstbestimmung und Selbstachtung vorenthalten.

Auf der ganzen Welt setzen sich Kirchen und kirchliche Organisationen tagtäglich dafür ein, dass Menschen Trinkwasser und eine sanitäre Grundversorgung erhalten. Das ÖWN will den Efahrungsaustausch zwischen Netzmitgliedern und Partnern über ihre jeweilige Arbeit erleichtern. In den nächsten Jahren soll eine Wissensdatenbank zu einschlägigen Initiativen und Erfolgsprojekten aufgebaut und zugänglich gemacht werden.

Menschenrechtsarbeit

So weit wie möglich sollte die Verantwortung für Wassermanagement und -verteilung in die Hände der betroffenen Gemeinschaften gelegt werden. Darüber hinaus ist es aber auch eine nationale und internationale politische Aufgabe, für optimale Bedingungen zu sorgen, damit Zugang zu Wasser für alle Wirklichkeit wird.

Der gegenwärtige Trend zur Liberalisierung und zunehmenden Unternehmenskontrolle von Wasservorräten und Versorgungssystemen bedroht die Wasserversorgung und die Kontrollmöglichkeiten der Betroffenen. Häufig erreicht die staatliche Politik diejenigen nicht, die am dringendsten Wasser brauchen, oder benachteiligt sie sogar.

Regierungen müssen sich klar machen, dass sie die Pflicht haben, das Recht der Menschen auf Wasser zu respektieren, zu schützen und zu verwirklichen. Dazu gehört, dass sie den Bedürfnissen und Rechten der schwächsten Bevölkerungsgruppen Priorität einräumen. Sie müssen auch die demokratische Kontrolle von Wasservorräten und Versorungssystemen sowie öffentliche Rechenschaft und Transparenz sicherstellen.