World Council of Churches

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Die Rolle des ÖRK in der ökumenischen Bewegung

Die Rolle des ÖRK in der ökumenischen Bewegung

"Oikoumene" von dem japanischen Künstler Sadao Watanabe (1991).

Der Ökumenische Rat der Kirchen kann nicht losgelöst von der ökumenischen Bewegung betrachtet werden, aus der er entstanden ist und für die er ein wichtiges Instrument ist.


Der Ökumenische Rat der Kirchen entstand aus dem Zusammenschluss zweier früherer Bewegungen für die Einheit der Kirche: der Bewegung für Glauben und Kirchenverfassung, die sich auf Kirchen trennende Fragen der Lehre konzentrierte, und der Bewegung für Praktisches Christentum, die sich für die Zusammenarbeit der Kirchen im sozialen Bereich einsetzte.

Mit ihrer Entscheidung, sich in einer Einrichtung zusammenzuschließen, deren Mitgliedschaft aus Kirchen bestehen würde, entsprachen sie einem Aufruf des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel aus dem Jahre 1920 "an die Kirche Christi in aller Welt", einen "Bund der Kirchen" zu bilden.

Der Internationale Missionsrat, eine noch frühere Initiative mit dem Ziel der christlichen Einheit, schloss sich 1961 offiziell mit dem ÖRK zusammen. Zehn Jahre später folgte der Weltrat für christliche Erziehung, dessen Wurzeln auf die Sonntagsschul-Bewegung des 18. Jahrhunderts zurückgehen. Starke Impulse verdankte die Arbeit für die Einheit der Christen im frühen 20. Jahrhundert den Jugend- und Studentenbewegungen.

Der ÖRK hat die Verantwortung, auf dem Erbe der ökumenischen Bewegung aufzubauen, und er teilt diese Verantwortung mit allen anderen Einrichtungen, die die Einheit der Kirche fördern und die Christen zusammenbringen wollen, damit sie an Gottes Heilswerk in der Schöpfung teilhaben:

  • regionale, nationale und lokale Kirchenräte;
  • Organisationen von Kirchen ein und derselben Familie oder Tradition;
  • Organisationen, die eine spezifische ökumenische Mitgliedschaft repräsentieren oder für einen bestimmten Zweck oder Dienst eingerichtet wurden;
  • weniger formell strukturierte christliche Gemeinschaften und Bewegungen;
  • Kirchen, die nicht Mitglieder im ÖRK sind, aber den Aufruf ernst nehmen, die Einheit der Kirche sichtbar zu machen.