World Council of Churches

Eine weltweite Gemeinschaft von Kirchen auf der Suche nach Einheit, gemeinsamem Zeugnis und Dienst

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Ökumenische Einrichtungen, zu denen der ÖRK Arbeitsbeziehungen unterhält

Unterschiedliche Arten kirchlicher Organisationen spielen eine zentrale Rolle im Leben der ökumenischen Bewegung insgesamt.

Unterschiedliche Arten kirchlicher Organisationen spielen eine zentrale Rolle im Leben der ökumenischen Bewegung insgesamt.

Einige von ihnen sind geographisch organisiert (regionale ökumenische Organisationen und andere regionale und subregionale Gemeinschaften). Bei anderen handelt es sich um internationale Organisationen von Kirchen, die derselben Konfessionsfamilie angehören (konfessionelle Weltbünde). Wiederum andere sind internationale ökumenische Organisationen, die sich besonderen Aufgaben oder Anliegen widmen oder auf eine spezielle Zielgruppe ausgerichtet sind.

Regionale und subregionale ökumenische Organisationen

Die erste regionale ökumenische Organisation (REO) war die Ostasiatische Christliche Konferenz (heutiger Name: Asiatische Christliche Konferenz), die 1957 gegründet wurde. In den darauf folgenden 25 Jahren wurden sechs weitere REOs in allen Teilen der Welt mit Ausnahme Nordamerikas gegründet, von denen jede ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Programme und Mitgliedschaftskriterien und ihren eigenen Arbeitsstil hat.

Zu den wichtigsten Zielen der REOs gehört es, ihre Mitglieder bei der Entwicklung einer gemeinsamen christlichen Position in Fragen von regionaler Bedeutung zu unterstützen und als Brücke zwischen Kirchen und nationalen Räten in der Region einerseits und weltweiten Organisationen andererseits zu fungieren.

Als "wichtige Partner in der ökumenischen Arbeit" (ÖRK-Satzung XV.1.) haben REOs das Recht, Vertreter/innen zur ÖRK-Vollversammlung und zu den Tagungen des ÖRK-Zentralausschusses zu entsenden.

Der ÖRK arbeitet mit mehreren anderen regionalen und subregionalen Organisationen und Verbänden von Kirchen und/oder nationalen Kirchenräten zusammen, die in einigen Regionen zu einem wichtigen Teil des ökumenischen Lebens geworden sind. Diese Organisationen helfen Kirchen, die durch geschichtliche und kulturelle Faktoren miteinander verbunden sind, ihre spezifische Identität zum Ausdruck zu bringen und innerhalb des größeren regionalen Zusammenhangs Zeugnis abzulegen.

Weltweite christliche Gemeinschaften

Konfessioneller Weltbund oder weltweite christliche Gemeinschaft (Christian World Communion - CWC) sind die üblichen Bezeichnungen für Kirchen, die sich auf weltweiter Ebene organisiert haben, oder für Kirchenfamilien mit gemeinsamen theologischen und historischen Wurzeln, Bekenntnissen oder Strukturen.

Solche internationalen Kirchenbünde gibt es seit Mitte des 19. Jahrhunderts und ihre Leiter/innen kommen seit 1957 zu einem jährlichen Treffen zusammen.

Der ÖRK-Zentralausschuss kann Weltbünde einladen, Delegierte zur Vollversammlung oder einen Berater bzw. eine Beraterin zu Tagungen des Zentralausschusses zu entsenden.

Zur Rolle der Weltbünde in der weltweiten ökumenischen Bewegung gehört: 1. die Stärkung der Einheit in ihrer eigenen Gemeinschaft und Vermeidung weiterer Spaltungen; 2. die Förderung des ökumenischen Engagements innerhalb ihrer eigenen Gemeinschaft; 3. die Heranführung an die ökumenische Bewegung.

Mehr Informationen über konfessionelle Weltbünde und Kirchenfamilien

Internationale ökumenische Organisationen mit besonderem Aufgabenfeld

Verfassung und Satzung des ÖRK erkennen an, dass der Rat Arbeitsbeziehungen mit einem breiten Spektrum internationaler ökumenischer Organisationen aufrechterhalten muss, von denen einige älter sind als der ÖRK selbst.

Dazu gehören Organisationen, die bestimmte Gruppen vertreten - wie Jugendliche, Frauen, Laien -, sowie Einrichtungen, die ein spezielles Ziel verfolgen oder einen besonderen Auftrag haben, z.B. in den Bereichen Bildung, Kommunikation, Miteinanderteilen von Ressourcen oder Entwicklung.

Als Organisationen mit internationalem Aktionsradius und Mandat gehen die meisten in ihrem Selbstverständnis davon aus, dass sie in der Ausübung ihres besonderen Dienstes eine ökumenische Berufung haben, die sie mit den Mitgliedskirchen teilen.

Seit 2006 können sowohl kirchliche Dienste und Werke, die in der ökumenischen Diakonie tätig sind, als auch andere internationale ökumenische Organisationen beim Zentralausschuss - gemäß Satzungsartikel XVIII in seiner abgeänderten Form - den Antrag stellen, formell als Organisation anerkannt zu werden, mit der der ÖRK Arbeitsbeziehungen unterhält.